Evivo erstarkt, der VfB erlahmt

Von: Guido Jansen
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Volle Konzentration auf den Ball: Jaromir Zachrich von Evivo Düren. Foto: Jansen

Düren. Ist der Meister verwundbar? Eine Antwort auf diese Frage erhält Volleyball-Bundesligist Evivo Düren, wenn er am Samstag um 19.30 Uhr beim VfB Friedrichshafen antritt. Die Stadt am Bodensee ist das letzte Tabu für Düren.

Noch nie ist den Volleyballern von der Rur am größten Binnengewässer Deutschlands ein Sieg gelungen. Für Dürens Erfolg spricht die Tatsache, dass die Mannschaft von Trainer Sven Anton wieder komplett ist. Sie besteht aus zwölf Spielern. Und bis auf Stefan Hübner sind alle einsatzbereit. Auch die Neuzugänge Matthew Young und Kamil Kacprzak.

Trainer Anton kann wieder taktieren

Letztgenannter könnte künftig eine tragende Rolle spielen. Dazu kommt die starke Leistung von Angreifer Michael Olieman, der im Europapokal gezeigt hat, dass er weit genug ist, um Evivo zu verstärken. Trainer Sven Anton kann wieder taktieren. Entwickelt sich die Mannschaft ab jetzt wie erhofft, dann dürfte sie bald schwer ausrechenbar sein. Die Friedrichshafener müssen derzeit mit einer ungewohnten Situation umgehen. Drei Niederlagen in Folge sind neu für Erfolgstrainer Stelian Moculescu.

Vor allem die jüngste Pleite hat ihre Spuren im Selbstbewusstsein der Häfler hinterlassen. Gegen den polnischen Meister Belchatow war der VfB am Wochenende völlig chancenlos. Das gabs vor heimischem Publikum noch nie. Jede noch so mit Stars gespickte Mannschaft hat am Bodensee gewackelt. Zuletzt hat die Waffe nicht funktioniert, die den VfB normalerweise von allen anderen Teams der Bundesliga abhebt. Das Aufschlagspiel lahmte.

Sollte das am Samstag auch der Fall sein, dann steigen die Dürener Chancen. Wird Evivo hier nicht auseinander geschossen, dann kommt es auf den Angriff an. Und da haben die Volleyballer von der Rur viel Potenzial. Das konnte Evivo aufgrund der Personalprobleme bisher nicht voll abrufen.

Bleibt abzuwarten, ob und wann der Schub auf dem Spielfeld kommt. Sollte das schon am Samstag geschehen, dann könnte die Partie interessant werden. „Wenn wir einen Satz gewinnen, dann ist das schon ein Erfolg”, stapelt Dürens wichtigster Angreifer Christian Dünnes tief. „Und wenn du schon einen Satz gewonnen hast, dann ist auch ein zweiter möglich. Und wer weiß, was dann passiert”, fügt er hinzu.

Gleichzeitig gibt Dünnes zu bedenken, dass Evivo trotz guter Leistung glatt in drei Sätzen verlieren kann. Nämlich dann, wenn der VfB Normalform erreicht und Düren keinen Über-Tag erwischt. Nur eine Sache will die Dürener Mannschaft verhindern: Aus der Halle geschossen werden will sie nicht.

Die Folge wäre, dass der VfB Selbstvertrauen tankt, während sich in den Dürener Köpfen die Idee des übermächtigen Gegners festsetzt. Das will Trainer Sven Anton unbedingt verhindern.

Schließlich treffen sich beide Teams am Mittwoch in Düren wieder, zum Pokal-Viertelfinale. Liefert Düren am Samstag eine Leistung auf Augenhöhe ab, dann steigt der Glaube an eine Überraschung am Mittwoch. „Jede Mannschaft spielt zu Hause etwas stärker und auswärts etwas schwächer”, erklärt Dünnes. Wenn der Abstand am Bodensee klein war, dann könnte er an der Rur noch kleiner werden. Letzter Effekt: Eine gute Leistung am Samstag würde den Prozess des Zusammenwachsens der neu formierten Dürener Mannschaft deutlich beschleunigen.
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