Evivo erreicht Playoff-Runde

Von: Guido Jansen
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Erleichterung: Evivo Düren hat die Play-Offs doch noch erreicht. Foto Guido Jansen Foto: Guido Jansen

Düren. In einem Herzschlag-Finale hat Evivo Düren noch den Sprung in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft geschafft. Düren gewann auswärts beim Siebten Gotha mit 3:2 und ist seinerseits auf Rang sieben geklettert. 25:20, 25:23, 20:25, 22:25, 15:9 lauteten die Satzergebnisse in Thüringen.

Im Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft trifft Düren auf den VfB Friedrichshafen. Das Hinspiel findet am 10. März am Bodensee statt, das Rückspiel am 14. März in der Arena Kreis Düren. Ein eventuelles drittes Spiel würde wieder in Friedrichshafen ausgetragen werden.

Tiefes Durchatmen

Der Sieg im Tie-Break in Thüringen war bitter nötig, denn der Meister und Tabellenzweite VfB Friedrichshafen hat sein Spiel auswärts beim CV Mitteldeutschland nur mit dem zweiten Aufgebot bestritten und 2:3 verloren.

Damit sind die Mitteldeutschen noch am Verlierer der Gotha-Düren-Partie vorbeigezogen. Für Gotha bedeutet das bittere Saisonende. An dem ist Düren haarscharf vorbei geschrammt. „Das Spiel hat alle Kraft gekostet”, atmete Dürens Trainer Söhnke Hinz nach der Partie tief durch. Damit spielte er nicht nur auf die Dauer von über zwei Stunden reiner Spielzeit an, sondern vor allem auf die gestressten Nerven. Endlich hat es die Mannschaft geschafft, unter großem Druck zu funktionieren. Zu oft hat sie wichtige Spiele in dieser Saison verloren.

Im wichtigsten Spiel überhaupt aber zeigte sich das junge Team phasenweise von seiner besten Seite. Zum Beispiel Matthias Böhme, der mit Christian Fromm die Hauptlast im Angriff erfolgreich trug. Zudem langte er im Aufschlag, der oft eine seine Schwachpunkte war, richtig hin und erzielte sechs direkte Punkte.

Böhmes Berliner Kumpel Fromm stand ihm mit drei Assen und vier Blockpunkten nicht viel nach. Zudem setzten Kapitän Jaromir Zachrich und Spielmacher Merten Krüger im Block Akzente. Letzterer erzielte so im Tie-Break zwei ganz wichtige Punkte.

Einbruch im dritten Satz

Dass es überhaupt in den Tie-Break gehen musste lag am erneuten Evivo-Einbruch im dritten Satz. „Wir verwandeln einen einfachen Ball im Angriff nicht. Dann wackelt unsere Annahme zu sehr”, schilderte der Trainer den Beginn des Ungemachs in Satz drei und vier. Gotha habe in dieser Phase mit viel Qualität und Einsatz gespielt. „Trotzdem ist die Stimmung nie abgerutscht”, beschrieb der Trainer die Einstellung innerhalb der Mannschaft.

„Wir schaffen das” - so lautete der Tenor die gesamte Partie über. Diesen Optimismus hat Evivo nicht immer gezeigt. Beispielsweise im Hinspiel gegen Gotha, als Düren nach deutlicher Führung im ersten Satz einbrach und geliefert war. „Wir haben die Normalrunde als Siebter abgeschlossen. Das ist sicher nicht schön, aber am Ende doch irgendwie erträglich”, so Hinz, der sich ausdrücklich bei den „fantastischen Fans” bedankte. 24 Stimmen stark war der Chor, der die Mannschaft in Thüringen unentwegt anfeuerte.

Ein Dürener war nach der Partie niedergeschlagen: Michael Andrei, Kapitän beim VC Gotha. Seine Mannschaft ist der Leidtragende aus dem Auftritt des VfB in Mitteldeutschland. Friedrichshafen war mit nur sechs Spielern zum letzten Spiel gereist.

„Viel besser als im Hinspiel”

Das war eine Antwort auf die fehlende Rücksicht der Liga. Die hatte sich geweigert, Spiele des Meisters wegen der hohen Doppelbelastung im Rahmen der Champions League zu verlegen. Bei anderen Partien war das hingegen möglich. Die Quittung: Die arg gestressten Häfler ließen acht Spieler zu Hause. „Dass sie einige Leute schonen wollen kann ich verstehen. Ihr Spielplan ist wirklich ein Problem. Aber dass sie nur mit sechs Leuten antreten - das geht einfach nicht”, so Andrei.

So erhöhte der VfB die Siegchancen von Mitteldeutschland deutlich - Chancen, die ansonsten sehr gering gewesen wären. Enttäuscht war Andrei allerdings auch, weil sein Team die Playoffs nicht aus eigener Kraft mit einem Sieg über Düren erreicht hatte. „Man allerdings zugeben, dass Evivo viel besser war als im Hinspiel.”
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