Düren - Evivo Düren will den Fans etwas zurückgeben

Evivo Düren will den Fans etwas zurückgeben

Von: Tobias Röber
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Will heute Abend mit seiner Mannschaft wieder zupacken: Evivos Kapitän Jaromir Zachrich. Foto: Röber

Düren. Jaromir Zachrich hat in dieser Woche einiges gelernt. Sowohl für sein Studium, in dem wichtige Klausuren anstehen, als auch über seine Mannschaft. Zachrich ist der Kapitän des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren.

Der umkämpfte 3:1-Sieg bei Angstgegner Netzhoppers Königs Wusterhausen hat dem 26-jährigen Mittelblocker natürlich gefallen. Vor allem war er aber froh über die Art und Weise, wie der Erfolg eingefahren wurde. In der Partie gegen den Moerser SC heute Abend ab 19.30 Uhr in der Arena Kreis Düren will Evivo nun nachlegen.

Gegen den ehemaligen Verein

Für Zachrich geht es dann nicht nur um zwei weitere Punkt und den Kampf um die (besten) Play-off-Plätze, sondern auch gegen seinen ehemaligen Verein. Seine erste Saison in der Volleyball-Bundesliga bestritt er im Moerser Trikot. In der Saison 2005/06 war das, und Zachrich erinnert sich vor allem an ein Spiel noch besonders gut. „Im Pokalhalbfinale haben wir mit Moers hier in der Arena gewonnen.” 1:3 (25:22, 27:29, 21:25, 22:25) endete die Partie damals aus Dürener Sicht. Für Zachrich blieb neben dem Einzug ins Endspiel, das Moers dann mit 0:3 gegen Friedrichshafen verlor, vor allem eine Erkenntnis: „Wir waren damals mit die ersten, die in der Arena gespielt haben. Ich habe mich da schon ein wenig in die Arena verliebt”, gesteht Evivos Nummer 14.

Der Moerser SC kommt heute als Favorit in die Arena. Moers hat acht seiner 14 Spiele gewonnen, kürzlich erst den Tabellendritten Berlin geschlagen, steht auf Platz fünf der Tabelle und damit in den Regionen, in denen der dreifache deutsche Vizemeister eigentlich stehen möchte. Evivo ist Neunter und damit derzeit nicht in den Play-off-Rängen. Im Hinspiel unterlag Evivo in Moers 1:3 (20:25, 22:25, 26:24, 16:25) - eine Rechnung ist da noch offen.

Dass Moers so weit oben in der Tabelle steht, überrascht Jaromir Zachrich nicht. „Die Mannschaft hat sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt. Es ist ein sehr gutes Team. Sie stehen zu Recht auf Platz 5”, sagt Zachrich.

Und wo sieht der Kapitän seine Mannschaft? „Das Potenzial ist da. Das sehen wir in jedem Training und auch in den Spielen”, sagt er. Platz neun und nur fünf von 15 Spielen gewonnen sprechen aber eine andere Sprache.

Die Konstanz fehle sagt Zachrich. Nach dem Sieg in Brandenburg bei den Netzhoppers sieht der 26-Jährige aber eine positive Tendenz. „Wir haben viel Energie darauf verwendet, als Mannschaft aufzutreten. Wir haben uns vorher oft zusammengesetzt und besprochen, wie wir mit Drucksituationen umgehen. Jetzt haben wir die ganz engen Situationen endlich mal gemeistert. Das war ein wichtiger Schritt”, freut sich Zachrich. Er habe keine hängenden Schultern und Kopfschütteln gesehen, sondern nur positive Reaktionen. Und die sind wichtig, gerade für eine recht junge und teils unerfahrene Mannschaft.

Für den heutigen Abend kündigt der Kapitän eine Mannschaft an, „die auf jeden Fall gewinnen will”. Und auch schon fast muss. Zu viele Punkte wurden vor allem in der heimischen Arena liegengelassen.

Fünf Spiele stehen in der Hauptrunde noch aus. Viele Punkte darf Evivo nicht mehr liegenlassen, um die Play-offs zu erreichen und wenn möglich gar den Topteams aus dem Weg zu gehen.

Für Trainer Söhnke Hinz ist das Spiel heute Abend „die nächste Chance”. Für ihn haben sich Bühl und Moers auf den Plätzen vier und fünf zu Recht ein wenig abgesetzt. „Dort spielen viele sehr erfahrene Spieler. Moers hat eine stabile Annahme und ausgefuchste Zuspieler”, erklärt Hinz.

Viel wird erneut von der Körpersprache und der mannschaftlichen Geschlossenheit abhängen. Der Unterstützung der Fans können sich die Evivo-Spieler wohl erneut gewiss sein. Für Jaromir Zachrich ein Grund, den Anhängern zu danken. „Auch da setzen wir uns unter Druck. Wir wollen den Fans endlich etwas zurückgeben. Vor allem in der eigenen Halle”, sagt Zachrich

Emotionales Spiel

Heute Abend erwartet der Mannschaftsführer ein sehr emotionales Spiel. „Das ist gegen Moers immer so, mehr als in anderen Spielen”, verrät er. Mithelfen wird dann erstmals vor eigenem Publikum der neue Mittelblocker Tibor Filo. Zachrich ist voll des Lobes. „Er hilft uns sehr weiter. Im Training entlastet er sehr, und er hat sich direkt super integriert. Wir sind sehr froh, dass wir ihn haben”, sagt der Kapitän. Vor dem Spiel heute Abend will Zachrich noch ein wenig für die nächste Klausur am Montag lernen. Auf die Lektion einer Niederlage möchte er ab 19.30 Uhr aber gerne verzichten.
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