Evivo Düren und der Charakter der Mannschaft

Von: Franz Sistemich
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Ein Kreis der Freude: Evivos Volleyballer feiern den Einzug in das Halbfinale.

Düren. Ob sie den Einzug in das Halbfinale als Geburtstagsgeschenk betrachtet haben? In dieser Wochen durften die Evivo-Spieler Christoph Eichbaum, Jaromir Zachrich und Co-Trainer Björn-Arne Alber bereits ihren Tag der Geburt feiern. Christian Dünnes am Samstag und Michael Olieman am Sonntag stehen die Glückwünsche noch bevor.

Auf jeden Fall feierten die Volleyballer von Evivo den Einzug in die Runde der besten vier deutschen Mannschaften am Mittwochabend in der Arena Kreis Düren mit ihren Trainern und Funktionären und Fans überschwänglich.

Es war ein hartes Stück Arbeit, das Mannschaftskapitän Dünnes und seine Mitstreiter zu erledigen hatten. Dies verdeutliche auch die Worte ihres Geschäftsführers: „Ich war überrascht, wie kampfstark sich die Moerser noch im dritten Satz präsentiert haben. das hat mich sehr beeindruckt.”

Man muss sich vorstellen: Im ersten Satz führte der MSC mit mehreren Punkten, verlor ihn auf der Zielgeraden. Im zweiten Satz lag der Gast vom Niederrhein eigentlich uneinholbar 18:11 vorn. Doch nach 46 Satz-Minuten und auch mehreren Satzbällen für Moers ging der Abschnitt 41:39 an Düren. Wer nun glaubte, die Moral der Moerser sei gebrochen, irrte sich: Bis 15:15 hielt der MSC dagegen, dann brach der Widerstand. Und der Geschäftsführer stellte zufrieden fest: „In den vergangenen Partien, fand die Mannschaft zu der Form, die man ihm zugetraut hatte.”

Auch Stefan Hübner, Dürens Mittelblocker, konstatierte: „Der Moerser SC hat deutlich besser gespielt als in Mülheim. Wir standen permanent unter Druck.” Doch: Hübner und Mannschaftskameraden hielten stand und brache nicht weg wie in früheren Partien der Hauptrunde: „Wir haben als Team zusammengehalten, sind über Block und Feldabwehr wieder ins Spiel gekommen, hatten in Christian Dünnes wieder ein Angreifer, der in den entscheidenden Momenten Punkte, und im eingewechselten Michael Olieman einen Spieler, der uns im Verbund mit Zuspieler Matthew Young sensationell im zweiten Satz im Spiel hielt.”

Doch ein Akteur wie Nikolai Kracht, der nicht so im Mittelpunkt steht, verdient sich Lob: „Er hat als junger Spieler noch nicht die Konstanz, er darf Fehler. Aber noch wichtiger ist: Er hat unser Vertrauen und er bricht nicht weg.” Das war im zweiten Satz zu sehen: Da versprang ihm eine Annahme zum 21:23, vielleicht zwei Minuten später, schmetterte er zu 24:23-Führung. Hübner: „Er macht auch die wichtigen Punkte.”

Und das zeichnet für den Mittelblocker den Charakter des Teams aus: „Jeder unterstützt jeden, alle halten zusammen.” Und dies wird auch gegen Friedrichshafen nötig sein.
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