Evivo Düren: Nationalspieler Georg Klein will Stammspieler werden

Von: jan
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Neuer Nationalspieler: Georg K
Neuer Nationalspieler: Georg Klein bestreitet die Qualifikationsspiele im September. Foto: jan

Düren. Dass es so schnell gehen würde, damit hat Georg Klein nicht gerechnet. Nach seiner ersten Saison als Volleyball-Profi darf sich der Mittelblocker von Evivo Düren Nationalspieler nennen.

Der 21-Jährige gehört erstmals fest zum deutschen Team, dass vom 7. bis zum 9. September in der Ukraine und vom 13. bis zum 15. September in Slowenien um die direkte Qualifikation für die Europameisterschaft 2013 in Polen und Dänemark spielt.

Zwei Mal trifft das deutsche Team auf die Gastgeber sowie Schweden. Dass Klein mit einem taktischen Kurzeinsatz sein erstes Länderspiel haben wird, gilt als wahrscheinlich. „Da mache ich mir aber keine Gedanken drüber. Wenn es so weit ist, spiele ich so gut wie ich kann”, sagt der gebürtige Leipziger.

Die Nationalmannschaft ist schon lange Zeit das große Ziel des Talentes. Deswegen ist er mit 16 Jahren von Leipzig nach Berlin gezogen, um dort am Junioren-Stützpunkt VC Olympia Berlin zu spielen. 2011 wechselte er für sein Profi-Jahr nach Düren. „Dass das mit der Nationalmannschaft so schnell gehen würde, hätte ich nicht gedacht”, spricht der 2,01 Meter große Spieler von einer für ihn überraschenden Nominierung. „Aber es ist auch der Tatsache geschuldet, dass mit Max Günthör und Christian Dünnes zwei wichtige Leute fehlen.” Zwar war er im Sommer für zwei Wochen bei einem Lehrgang der Nationalmannschaft dabei. Der Abstand erschien ihm aber groß.

Die Auftritte der Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen hat er am Fernseher verfolgt. „Ich habe sie aber mehr aus der Sicht eines Junioren-Nationalspielers geschaut, der bei den Großen zuguckt.” Jetzt kommt der Perspektivwechsel. Im Frühjahr hat Georg Klein gemerkt, wie groß der Sprung aus dem Junioren-Bereich zur Nationalmannschaft ist. „Das ist alles höher, schneller und intensiver”, schildert er sein erstes Fazit. „Ich habe aber auch gesehen, dass ich mich in der Saison in Düren verbessert habe.”

Für Evivo war das Jahr schwierig, für den Blockspieler bedeutete es einen Fortschritt. Das gelte auch für die knapp vier Wochen Vorbereitung, die er in Düren mitgemacht hat, bevor der Ruf von Bundestrainer Vital Heynen kam. Auf Augenhöhe mit den arrivierten Spielern wähnt der Leipziger sich noch lange nicht. „Ich merke deutlich, wo meine Grenzen im Moment sind. Aber ich will so viel mitnehmen und lernen wie möglich. Schließlich sind viele Weltklasse-Spieler im Team.”

Seinem Fernziel, als Stammspieler für Deutschland auf dem Feld zu stehen, ist Klein ein Stück näher gekommen. Die nächsten Etappen hat er sich abgesteckt. Die Deutschen sind der Favorit in der Qualifikationsgruppe und wollen den Sprung zur Endrunde direkt schaffen. Danach kehrt der 21-Jährige nach Düren zurück und will sich für weitere Einladungen des Bundestrainers empfehlen. „Ich habe gute Chancen, in Düren Stammspieler zu werden. Am Ende der Saison will ich in der Blockstatistik der Liga vorne mit dabei sein.”

Wenn Vital Heynen ihn dann wieder einlädt, wäre die Überraschung bei Georg Klein nicht mehr ganz so groß.
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