Evivo Düren kann den fünften Tabellenplatz abhaken

Von: Jörg Abels und Franz Sistemich
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Kaum hinter dem Moerser-Dreier-Block (v. l. mit Maan, Ljubicic und Rademaker) zu sehen, punktet Dürens Venezolaner Heriberto Quero trotzdem mit einem Ball die Außenlinie entlang. Foto: sis

Moers. Durch eine 2:3-Niederlage (25:22, 25:23, 19:25, 17:25 und 11:15 ) beim Angstgegner Moerser SC hat Evivo Düren am Abend alle realistischen Chancen auf den 5. Tabellenplatz eingebüßt.

Drei Spieltage vor Ende der Normalrunde in der Volleyball-Bundesliga liegt das Team nun sechs Punkte hinter dem MSC. Eine unnötige Pleite nach 2:0-Satzführung, die Vincent Lange nicht mehr miterlebte. Der 34-Jährige und Evivo gehen getrennte Wege.

Die Trennung sei in beiderseitigem Einverständnis erfolgt, betonte Dürens Geschäftsführer Rüdiger Hein, nachdem der kurz vor Weihnachten verpflichtete Außenangreifer bereits zum zweiten Mal um Sonderurlaub gebeten hatte.

Mit der Formation aus dem Berlin-Spiel knüpfte Evivo vor 1000 Zuschauern in Moers zunächst dort an, wo sie beim 3:1-Sieg gegen den Tabellenführer aufgehört hatten.

Angetrieben von einem starken Vladimir Rakic und einem fast fehlerfrei angreifenden Heriberto Quero, der allein im ersten Satz acht Punkte erzielte, ließen sich die Dürener in der ungewohnten Schulsporthalle selbst von zwei Deckenbällen nicht aus dem Konzept bringen.

Bis auf zwei Wackler stand die Annahme um Libero Jeff Weiler sicher und mit druckvollen Aufschlägen stellte Evivo den Gastgeber mehr als einmal vor Probleme.

Auch im zweiten Satz legten die Dürener los wie die Feuerwehr, führten schnell mit 6:2, ehe sich dann doch Fehler in der Annahme einschlichen, die der MSC konsequent ausnutzte und seinerseits plötzlich mit drei Zählern in Front lag (16:13).

Anton reagierte, brachte Dick für Rademacher. Evivo kämpfte sich zurück, glich aus und profitierte auch von schwächeren Moerser Aufschlägen. „Es ist toll, dass sich die Jungs trotz der hohen Fehlerquote nicht aufgegeben haben”, kommentierte Rüdiger Hein auf der Tribüne noch das 25:23, nicht ahnend, dass die Partie noch kippen sollte.

Nach zwei Rademacher-Assen und zwischenzeitlicher Evivo-Führung setzte der MSC im 3. Satz alles auf eine Karte. Mit Erfolg. Der Gastgeber drehte den Spieß mit druckvollen Aufschlägen gegen schwächer werdende Dürener um. Der MSC gewann zuerst den dritten Satz und glich im vierten aus, so dass der Tie-Break entscheiden musste. Ein Krimi, den der MSC gewann.
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