Evivo Düren ist aus dem Rennen

Von: Guido Jansen
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Nach dem Abpfiff kam die Enttäuschung. Auch Niklas Rademacher war zunächst frustriert wegen der Niederlage. Doch diesem Gefühl folgte dann der Stolz über das Erreichte. Foto: Guido Jansen

Unterhaching/Düren. Sie hatten sich für nächste Woche Mittwoch nichts vorgenommen. „Dann sind wir wieder hier”, sagten die zehn lautstarken Fans des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren, die am Mittwoch den weiten Weg nach Unterhaching gemacht hatten.

Den Weg können sich die Fans allerdings sparen: Evivo Düren ist nämlich ausgeschieden aus dem Rennen um die deutsche Meisterschaft. 1:3 (17:25, 25:14, 18:25, 21:25) ging die Partie, die damit zugleich das Saisonende bedeutete, zu Ende.

„Die Jungs brauchen sich nicht zu verstecken. Sie haben gut gespielt”, lobte Rudi Bartgens, einer der Fans, die ständig weit mit der Mannschaft reisen. „Nicht nur heute. Die ganze Saison war stark”, fügte Bartgens Mitreisender Udo Stadler hinzu.

Belohnt worden sind die unermüdlichen Anhänger. Denn Evivo machte deutlich, dass es aus dem Halbfinale unbedingt eine Serie machen wollte. Mal wieder marschierte Christian Dünnes voran, dieses Mal folgte die Mannschaft die gesamte Partie lang. Am Ende musste sich Evivo einer Mannschaft mit weniger Verletzungspech und mehr Substanz beugen.

Der letzte Auftritt dieser Saison war auch von Wehmut geprägt. Das zeichnete sich beispielsweise im Gesicht des Langzeitverletzten Alexander Mayer ab. „Es ist schade, dass die Mannschaft jetzt so ausgelutscht ist”, spielte der 24-Jährige auf die vielen Verletzungssorgen an, die den Kader immer wieder heimgesucht hatten und eine noch größere Belastung für die noch gesunden Spieler bedeutet hatten.

Außerdem ist derzeit völlig unklar, für wie viele Spieler es am Mittwoch die letzte Partie im Evivo-Trikot war. Lediglich Ilja Wiederschein, Fabian Kohl und Christian Dünnes haben einen Vertrag für das kommende Jahr. Bei allen anderen Spielern ist unklar, ob es ein Wiedersehen geben wird.

Die Gespräche folgen in den kommenden Tagen und Wochen. „Ein Jammer, wenn diese Mannschaft auseinander fällt”, so Mayer. Bei ihm, dem gestern starken Niklas Rademacher und René Reinaerts ist unklar, ob die Spieler nach den vielen Verletzungen überhaupt weiter machen wollen.

Einer hat eine Entscheidung gefällt. Jan Umlauft hört auf und kümmert sich künftig ausschließlich um sein Mathematik-Studium. „Das ist eine Entscheidung, die lange gereift ist. Ich bin damit im Reinen”, so der 23-Jährige. „Und ich habe heute jeden Moment auf dem Spielfeld genossen.”

Ein ähnliches Fazit zog Niklas Rademacher, einer der Pechvögel im Team. „Ich war so lange verletzt”, sagte der Mann, der in Haching in der Startaufstellung gestanden hat und seine Sache gut machte. „Für mich ist das ein versöhnlicher Abschluss. Ich habe mich lange heran kämpfen müssen. Es hat sich gelohnt.” Ob´s für den 2,07-Meter-Riesen weiter geht, weiß er selbst noch nicht.
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