Evivo Düren auf drei „Hochzeiten” im Stress

Von: jan
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Evivo-Angreifer „Zonzon” in Aktion. Auf ihn wie seine Mitstreiter kommt in den kommenden Tagen reichlich Stress zu. Foto: Guido Jansen

Düren. Das sieht nach Stress aus. Sieben Bundesligaspiele, möglicherweise sechs Auftritte im europäischen CEV-Pokal sowie vielleicht drei Duelle im nationalen Pokal. Bis zum 15 Januar, also innerhalb von neun Wochen, tritt Volleyball-Bundesligist Evivo Düren 16 Mal an.

Wenn alles so läuft wie erhofft. Die Voraussetzung dafür ist, dass die Mannschaft im heute beginnenden CEV-Europapokal die dritte Runde erreicht und im nationalen Pokal das Halbfinale. Die Weihnachtstage sind der einzige Zeitraum, in dem die Spieler eine Woche am Stück ohne Wettkampf sind.

Die intensive Phase beginnt am Mittwochabend mit dem Hinspiel im CEV-Europapokal bei Precura Topvolley Antwerpen. Ab 20.30 Uhr stehen sich die beiden Drittplatzierten der vergangenen deutschen und belgischen Meisterschaft gegenüber. Am kommenden Mittwoch steigt das Rückspiel in Düren. Dazwischen ist am Sonntag um 18 Uhr der TV Bühl in Düren zu Gast.

Evivo will diesen Stress. Denn wenn er eintritt, dann ist klar, dass Düren zumindest in den beiden Pokalwettbewerben die Ziele erreicht hat. „Das wird hart. So viel steht fest”, sagt Christian Dünnes mit Blick auf das Programm. „Trotzdem muss das nicht automatisch ein Problem sein”, so der Evivo-Kapitän weiter.

Zumindest nicht für die Akteure, die regelmäßig auf dem Spielfeld stehen und damit im Rhythmus bleiben. Auf die Spieler aus der zweiten Reihe kommt dagegen die schwere Aufgabe zu, trotz weniger Spielanteile in Form zu bleiben. Deswegen wird der Start in die dicht gedrängten Wochen wichtig. Gute Stimmung, guter Rhythmus - so lautet der Effekt, den Dünnes und Co. sich erhoffen.

„Die Bundesliga ist und bleibt unser Kern-Geschäft”, macht Trainer Sven Anton klar, wo die Priorität liegt. Nach zwei Siegen und drei Niederlagen bisher muss Evivo in die Gänge kommen und sich die stärker gewordenen Teams aus dem Mittelfeld vom Leib halten.

„Du kannst nicht mehr davon ausgehen, dass du gegen Teams wie Moers oder Bottrop automatisch gewinnst. Dafür ist die Liga zu stark geworden”, sagt Kapitän Dünnes. Evivo muss den Formanstieg aus den jüngsten beiden Spielen ausbauen mit Wettkampfhärte und Selbstvertrauen sind die Dinge, die die Mannschaft sich jetzt aneignen sollte.

Der CEV-Cup mit seinen starken Gegnern sieht Dünnes als gute Gelegenheit dafür. Heute soll der Anfang gemacht werden. Die Einstiegshöhe in den Europapokal ist hoch, aber nicht unüberwindbar. „Wer in Belgien Dritter wird, der kann ganz sicher vernünftig Volleyball spielen”, sagt der Kapitän mit Blick auf die erste Aufgabe Antwerpen.

Der erste Prüfstein hat also genau die richtige Höhe, um herauszufinden, ob Evivo den Stress von 16 Spielen innerhalb von neun Wochen bewältigen kann.
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