Evivo bei Heimturnier ohne Chancen

Von: jan
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Das Team von Galatasaray Istan
Das Team von Galatasaray Istanbul ließ sich gerne mit seinen Fans ablichten. Foto: Guido Jansen

Düren. Galatasaray Istanbul hat das internationale Volleyball-Vorbereitungsturnier um den Lalee-Cup gewonnen. Am Wochenende besiegte das türkische Spitzenteam in der Arena Kreis Düren zuerst die Belgier von Noliko Maaseik mit 3:1, um dann Gastgeber Evivo Düren 3:1 zu bezwingen.

Istanbul brachte eine neue Volleyball-Kultur mit nach Düren. Zum einen spielte die Mannschaft auf enorm hohem Niveau. Zum anderen zog das Team vom Bosporus Freitag und Samstag eine Reihe von lautstarken Fans an. Viele türkischstämmige Deutsche aus der Region waren gekommen, um den bekanntesten Verein aus dem Land ihrer Väter anzufeuern.

Lautstark gesungen

Die türkische Fankultur ist eine andere. Die rund 80 Schlachtenbummler sangen lautstark während der gesamten Partie gegen Maaseik. An beiden Spieltagen bedankte sich Galatasaray mit einer kleinen Feier und einem gemeinsamen Foto nach dem Spiel.

Gegen die türkische Mannschaft hatte vor allem Evivo einen schweren Stand. Am Samstag musste der Gastgeber noch auf Abwehrchef Fabian Kohl verzichten, der im Trainingslager der Nationalmannschaft dabei war und dort einen guten Eindruck hinterlassen hat.

Aus dem endgültigen Kader für das olympische Vor-Qualifikationsturnier wurde Kohl gestern gestrichen. So wirkte der 21-Jährige gestern gegen Maaseik mit und verlieh seiner Mannschaft Stabilität, die gegen die türkische Mannschaft nicht da war. Auch, weil Galatasaray enorm stark aufgeschlagen hat. Vor allem der Venezolaner Kervin und der Kubaner Hidalgo schenkten Düren Serien harter Aufschläge ein, gegen die Evivo nicht mithalten konnte.

„Bis auf diese Phasen, in denen sie uns mit dem Aufschlag abgeschossen haben, waren wir gleichwertig”, versuchte Trainer Söhnke Hinz der Niederlage Positives abzugewinnen.

Das sollte sich gestern gegen Maaseik bewahrheiten. Mit Kohl und gegen eine Mannschaft, die nicht ganz so hart aufschlägt, war Evivo von Anfang an im Spiel. Tatsächlich war dem Team eine Steigerung anzumerken. Der Trainer gab seinen Aktiven fleißig Spielpraxis und wechselte oft durch.

Zum Beispiel war gegen Maaseik Matthias Böhme nicht der Hauptangreifer, sondern Hauke Wagner. Das Zuspiel kam von Merten Krüger statt von Tomas Kocian. Dennoch war den Dürenern anzumerken, dass die internationale Erfahrung noch fehlt.

Auf hohem Niveau

Man hatte sich schließlich zwei Gegner eingeladen, die auf hohem internationalem Stand spielen und auch vom Etat her Evivo weit hinter sich lassen. Zwei Gegner vom Niveau her, die in der Bundesliga absolute Spitze wären. Rund 300 Zuschauer fanden jeden Tag den Weg in die Arena.

Der Sponsor des Turnieres, der Dürener Unternehmer Shkibib Lalee, war jedenfalls mit dem Zuspruch zufrieden. Eine Fortsetzung des Turnieres im Folgejahr sei geplant. Man müsse eben zunächst einmal Geduld aufbringen, hieß es. Wenn sich das Turnier etabliert habe, werde es auch mehr Zuschauer anziehen.

Am Rande des Turnieres wurde am Sonntagabend zudem bekannt, dass Evivo-Manager Michael Overhage eine engere Zusammenarbeit mit Galatasaray Istanbul vereinbart hat. Man werde zusammen Spiele zur Saisonvorbereitung austragen und womöglich auch den einen oder anderen Spieler gegenseitig tauschen, hieß es.
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