Evivo: Außenangriff bleibt Baustelle

Von: jan
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Thiago Welter, der Brasilianer, der in der vergangenen Woche ein Probetraining absolviert hat, ist ein Kandidat für das Evivo-Team. Foto: Jansen

Düren. Drei Baustellen gibt es beim Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren. Eigentlich sind es noch einige mehr. Die Verantwortlichen richten ihr Augenmerk beim Aufbau des neuen Kaders aber erst einmal auf die Frage, ob Michael Olieman bleibt, Stefan Hübner kommt und wer als Verstärkung für den Außenangriff verpflichtet wird.

Mit Olieman hat es jetzt ein Gespräch gegeben. „Wir müssen jetzt abwarten, ob unsere finanziellen Vorstellungen passen”, berichtete der sportliche Leiter, Goswin Caro. Bekanntlich hat Evivo den verletzten Olieman im Dezember unter Vertrag genommen. Der niederländische Nationalspieler konnte sich so in Düren wieder fit machen, sieht sich selbst derzeit bei 60 Prozent seines Leistungsvermögens. Beide Seiten sind nicht abgeneigt, das Engagement zu verlängern. Evivo hofft darauf, mit einem Olieman bei 100 Prozent in die kommende Saison gehen zu können, der 2,02-Meter-Mann ist offenbar bereit, aus Dankbarkeit für die Chance weiter bei Evivo zu spielen.

Düren wird finanziell an seine obere Schmerzgrenze gehen müssen, Olieman an seine untere. Schließlich hat der 26-Jährige früher in Japan und Italien deutlich mehr verdient. Was für Evivo spricht: Olieman hat dem Verein mit seinen 60 Prozent schon weiter geholfen. Das Interesse von zahlungskräftigen Spitzenklubs dürfte sich aber noch in Grenzen halten.

Das Spielchen mit dem finanziellen Schmerzgrenzen gilt im selben Maße für den Fall des Ausnahme-Blockers Stefan Hübner. „Olieman, Hübner und Christian Dünnes im Angriff - das wäre Wahnsinn”, wagte Caro einen optimistischen Ausblick. Bleibt der Außenangriff als akute Baustelle. Alleine schon das Karriereende von Kapitän Jan Umlauft zwingt Evivo zum Handeln. Bis Anfang oder Mitte Mai will Evivo hier zumindest einen Leistungsträger verpflichtet haben.

Thiago Welter, der Brasilianer, der in der vergangenen Woche ein Probetraining absolviert hat, ist ein Kandidat. „Wir liegen finanziell recht weit auseinander”, deutete Caro das Problem an. Anders formuliert: Der 22-Jährige hat einen guten Eindruck gemacht; aber offenbar nicht so gut, dass Evivo ihn auf Anhieb zu einem der Spitzenverdiener im Team machen will. Ein weiterer Name auf der Kandidaten-Liste: Karel Linz, Angreifer beim tschechischen Spitzenklub Kladno. Über weitere interessante Spieler schwieg sich Caro aus. Dafür gab er ein Ziel preis. Sollte es gelingen, Hübner, Olieman und einen starken Außenangreifer binnen der kommenden Wochen an Bord zu holen, dann wird Evivo sich zurück lehnen und abwarten, wie sich der Spielermarkt entwickelt.

Eine Entscheidung könnte trotzdem noch schnell fallen: Die von Spielmacher Sebastian Kühner. Der 23-Jährige macht keinen Hehl daraus, dass er die Nummer eins sein will. „Mit Düren hatte ich ein gutes Gespräch”, so Kühner. „Aber ich schaue mich derzeit um.” Denn Evivo will ihm die Zusage, prinzipiell vor Routinier Ilja Wiederschein gesetzt zu sein, nicht machen. Sollte Kühner gehen, dann gibt es bereits einen Spieler in der Hinterhand. Der heißt Tomas Kocian und spielt derzeit für den Zweitligisten Eintracht Mendig, dem Klub, der von Dürens Ex-Trainer Bernd Werscheck betreut wird. „Tomas ist zu gut für die zweite Liga”, lauteten Werschecks Worte, mit denen er in Düren für den 22-Jährigen geworben hat.
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