Düren - Eine riesige Volleyball-Gaudi

Eine riesige Volleyball-Gaudi

Von: kin
Letzte Aktualisierung:
Ein Abschied, bei dem es hoch
Ein Abschied, bei dem es hoch herging: Der kleine Marius durfte für Auswechslungen sorgen, und Sven Anton erfüllte alle Autogrammwünsche. Ilja Wiederschein beteuerte, er habe sich in Düren immer sehr wohl gefühlt. Foto: Sandra Kinkel

Düren. „Dass ein paar bekloppte Rot-Weiße kommen würden, war mir klar. Aber so viele? Toll! Vielen, vielen Dank!” Sven Anton, über zwölf Jahre Spieler und später Trainer bei Dürens Volleyball-Bundesligisten Evivo ist kein Mann großer Worte: „Wer denkt, dass ich jetzt hier viel sage, hat sich geirrt.”

Es ist Samstag, später Nachmittag. Und die Tribüne in der Arena, die sonst immer für die Sponsoren reserviert ist, ist voll. Komplett. Einige Menschen, die gekommen sind, um sich noch einmal persönlich von Sven Anton und Ilja Wiederschein, der ebenfalls - aus rein privaten Gründen - bei Evivo aufhört, zu verabschieden, müssen sogar stehen.

Die beiden Volleyball-Cracks haben jeder eine eigene, ganz persönliche Mannschaft zusammen gestellt. Bei Anton im Team sind Thorsten Schulz, Thilo Koch, Stefan Pomerenke, Andreas Peterhoff und sein Trainer aus Kindertagen Sören Resch. Bei Ilja Wiederschein pritschen und baggern Merten Krüger, Christoph Eichbaum, Artur Augustyn, Thomas Klein (aus der eigenen Evivo-Jugend), Vladimir Rakic und Evivo-Co-Trainer Björn Arne Alber.

Ziemlich lange Haare

Teammanager Michael Overhage: „Hier sind heute Leute extra aus München, Berlin, Frankfurt, Bühl und Leipzig angereist, um bei diesem Spiel mitzumachen. Aber alle haben sofort zugesagt, um mit ihren alten Weggefährten noch einmal zusammen zu spielen.” Schön, dass Fabian Kohl, Michael Oliemann, Matthew Young Jaromir Zarich und Kamil Kazprzak, allesamt Spieler von Evivo am Samstag die Rolle der Ball- und Wischerkinder übernommen hatten.

Scheinbar übrigens auch in deren Outfit, die weißen Hosen und blauen T-Shirts saßen jedenfalls ziemlich körperbetont.

Klar, dass es bei dem Match nicht so richtig ums Gewinnen, sondern mehr um die Gaudi ging. So gab es in den technischen Auszeiten auch schon mal ein Plastikbecherchen Bier, der 16 Monate alte Marius durfte zwischendurch für die Auswechselungen sorgen und im dritten Satz, obwohl eigentlich nur zwei gespielt werden sollte, waren Sven Anton und Ilja Wiederschein dann plötzlich in einer Mannschaft.

Das Abschiedsspiel war einfach eine riesige Volleyball-Gaudi. Die beiden Mannschaften hießen übrigens „Die einen Susi” und „Die anderen Ilse”, wobei sich immer noch nicht eindeutig klären ließ, warum Ilja Wiederschein eigentlich Ilse genannt wurde. Das mit Sven Anton und der Susi hat Physiotherapeut Frank Krüttgen erklärt: „Das kommt von einem alten Führerscheinbild von Sven Anton. Da hatte der ziemlich lange blonde Haare. Deswegen die Susi. Aber Ilja hat, glaube ich, noch nie Haare gehabt.”

Nach dem Spiel gab´s dann bei den meisten Fans sehr traurige Gesichter. Und ganz viele Autogrammwünsche und Hände die geschüttelt werden wollten. Sven Anton hat alle erfüllt. „Es war toll”, hat er dann noch seinen Fans zugerufen. Und Ilja Wiederschein hat gesagt: „Ich habe mich immer sehr wohl in Düren gefühlt. Und heute auch. Danke.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert