Düren - Ein wahrer Volleyball-Krimi

Ein wahrer Volleyball-Krimi

Von: Franz Sistemich und Christoph Lammertz
Letzte Aktualisierung:
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Erfolgreich, nicht nur bei diesem Block: Evivo Düren besiegte Top Volley Antwerpen und steht im Achtelfinale des CEV-Pokals. Foto: Sistemich

Düren. Genauso stellt man sich Europapokal-Atmosphäre vor: Rund 1000 Volleyballfans gaben am Mittwochabend in der Arena Kreis Düren alles, damit Evivo Düren weiter auf europäischen Parkett unterwegs ist. Großartige Stimmung, Hoffen, Bangen, kollektives Zittern und am Ende Jubeln.

Nach einem wahren Volleyball-Krimi zwischen Evivo und Top Volley Antwerpen hieß es schließlich 25:23, 22:25, 25:22, 24:26, 15:12 und nochmal 15:12 im Entscheidungstiebreak „Golden Set”. Düren steht im Achtelfinale des CEV-Pokals.

Dass an diesem Abend in der Arena ein hartes Stück Arbeit auf Evivo zukommen würde, war schnell klar. Das 2:3 aus dem Hinspiel in Antwerpen umzudrehen, würde ein Kraftakt, merkten die Zuschauer sehr früh.

Tolle Stimmung, tolle Fans

„Wir waren schon auf Mallorca und in Beauvais. Jetzt wollen wir nach Slowenien oder Rumänien”, gab Stefan Kriebs, einer treuesten Evivo-Fans, der regelmäßig bei den Auswärtsspielen mit von der Partie ist, mit Blick auf die möglichen Achtelfinalgegner die Richtung vor. Und so trommelte er das Anton-Team wie immer nach vorne. Mit Erfolg: Auch dank der tollen Stimmung, die die Zuschauer in der Endphase des ersten Satzes entfachten, gelang Düren nach 20:20 und 23:23 mit zwei erfolgreichen Blocks der Satzgewinn.

Doch auch die 40 belgischen Fans, deren Bus erst mit Verspätung in Düren eingetroffen war, gaben alles. Waren die belgischen Zuschauer vor einer Woche erst im vierten Satz langsam aufgewacht, zeigte der harte Kern der Top-Volley-Anhänger gestern, dass es auch anders geht - und durfte sich mit dem belgischen Team über den Gewinn des zweiten Satzes freuen.

Danach schüttelten die Aktiven auf beiden Seiten die Nervosität, die ihnen zunächst deutlich anzumerken war, aus den Kleidern, und es entwickelte sich eine Europapokal-Partie mit vielen spektakulären Ballwechseln. Und es blieb eng: Evivo holte sich knapp den dritten Satz, Top Volley noch knapper den vierten.

Das 15:12 im Tiebreak entschied das Rückspiel der ersten CEV-Pokalrunde für Düren. Damit war die Spannung auf die Spitze getrieben, denn nun musste ein weiterer Tiebreak, der sogenannte „Golden Set”, gespielt werden, um letztlich den Achtelfinalteilnehmer zu ermitteln. Gerade hatte Evivo das erlösende 15:12 verbucht, da schmiedete Trommler Stefan Kriebs schon wieder Reisepläne: „Auf nach Slowenien oder Rumänien! Die Eurotour geht weiter.”
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