Ein krasser Außenseiter ohne Respekt

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
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Dürens Stärke ist der Block. Hier strecken (von links) Christian Dünnes, Stefan Hübner und Nicolai Kracht erfolgreich die Hände gegen den Angriff von Rottenburgs Falko Steinke. Foto: Guido Jansen

Düren. . Da steht er vor Evivo Düren. Sein Name ist VfB Friedrichsafen. Und er ist der Gigant der Volleyball-Bundesliga. Seit vielen Jahren schon ist die Mannschaft vom Bodensee eigntlich zu groß für Deutschland. Seit 2005 heißt der Meister immer wieder VfB.

Die Volleyballer von Erfolgstrainer Stelian Moculescu sind eine internationale Spitzenmannschaft. Friedrichshafen ist Tabellenführer und hat in dieser Saison erst zwei Spiele verloren, Düren dagegen derer elf. Jetzt messen sich die Teams im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft. Los geht´s am Dienstag. Das Hinspiel findet um 20 Uhr in Friedrichshafen statt.

Großes Selbstvertrauen

Da, wo in dieser Saison alle Gastmannschaft verloren haben. Trotzdem hat Düren keine Angst vor dem großen Favoriten. „Unser Selbstvertrauen ist einfach zu groß”, sagte der scheidende Trainer Sven Anton. Der 40-Jährige wird bekanntlich im Sommer von Junioren-Bundestrainer Söhnke Hinz ersetzt. Angaben zu seiner Zukunft wollte Anton bisher nicht machen. Eine Sache ist aber sicher. Das Evivo-Urgestein, das seit 1999 als Spieler und Trainer in Düren tätig ist, will mit würdigen Schlussakt gehen. Auch, weil weil sich starke Spiele im Halbfinale gegen den VfB in der Bewerbungsmappe gut machen würden.

„Für uns muss die Saison noch nicht beendet sein”, widersprach der Evivo-Trainer den zahlreichen Prognosen, die alle den großen Favoriten vorne sehen. „Warum denn nicht? Unser Block ist super. Und die Mannschaft ist richtig gut drauf”, so Anton. Dass Selbstvertrauen ist sprunghaft angestiegen, seit die Personalprobleme weg sind. Schritt für Schritt hat sich das Team gesteigert. Immerhin so weit, dass das Selbstvertrauen jetzt größer ist als der sonst so große Respekt vor dem VfB und seiner so gewöhnungsbedürftigen Halle. „Irgendwann muss jede Serie mal reißen”, lautete Antons fast schon trotzige Antwort auf die Anmekrung, dass Düren am Bodensee noch nie gewonnen hat.

Dass Evivo sich noch einmal deutlich steigern muss, das weiß der Trainer. „Der VfB ist eine enorm kompakte Mannschaft. Wir können sie nur stoppen, wenn wir noch besser aufschlagen und noch besser gegen die gegnerischen Aufschläge stehen als bisher.”

Sollte das gelingen, dann kann Dürens Prunkstück zuschlagen. Die Rede ist vom Block. Der sorgt selbst am Bodensee für Respekt. Die Wand von Düren”, schrieb der VfB zuletzt, als er Evivo als Halbfinalgegner verkündete. „Wir haben gegen Moers in drei Sätzen 19 mal geblockt. Der VfB hat in seinem letzten Viertelfinalspiel gegen Rottenburg in drei Sätzen vier Punkte mit dem Block erzielt”, sagte Sven Anton mit Blick in die jüngsten Spielstatistiken. Zumindest diese Statistik spricht für Düren.
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