Dürens Volleyballer glauben gegen SCC an ihre Chance

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
sport-evivobild
Am Boden: Sven Dick war noch der beste Dürener Spieler, aber auch er konnte die Niederlage beim SCC Berlin nicht verhindern. Im Spiel am Mittwoch hofft Evivo auf seinen Heimvorteil gegen den SCC. Foto: Franz Sistemich

Düren. Im Bundesleistungszentrum Kienbaum in der Nähe von Berlin ging es nicht nur um die Einstimmung auf das Viertelfinale gegen Evivo Düren. Drei Volleyballer des SC Charlottenburg mussten sich einem „höchst geheimen Ritual unterziehen”.

Jaromir Zachrich, Sebastian Fuchs und Christoph Schwarz, so berichten Berliner Medien, sollten als Neuzugänge eine spezielle SCC-Taufe überstehen. Sportliche und unsportliche Aufgaben waren zu bewältigen.

Zachrich musste gar einen Zaubertrank in sich hineinschütten, ein gar widerliches Gebräu. Doch der noch 23-jährige Mittelblocker bestand die Prüfung mit Bravour - wie auch sein SCC einige Tage später das erste Duell mit den Rheinländern. Und schon stieg an der Spree die Zuversicht: Die Partie in Düren werde kein Selbstläufer, sondern ein ganz heißer Tanz, meinte SSC-Manager Kaweh Niroomand. Aber: „Diese Hürde werden wir auf jeden Fall überstehen!” Und wenn halt im dritten Spiel die Entscheidung fällt.

Auf diese Begegnung setzen auch die Hausherren von Mittwoch: „Was hat sich an der Ausgangslage geändert?”, fragt Dürens Coach Sven Anton, der am Sonntagabend bei so manchen Situationen gar sichtlich mitlitt: „Aber ich kann ja nicht mitspielen”, schmunzelte er. Allerdings: „Wenn wir heute gewinnen sollen, musst Du mitspielen”, bat Heriberto Quero irgendwann am Sonntag während des Spiels. Die Zeiten, in denen ein Sven Anton eine Halbfinalbegegnung beim SCC Berlin drehte, sind aber vorbei. Jetzt müssen es die Spieler richten.

Beispielsweise indem sie mit Aufschlägen Berlins Annahme so unter Druck setzen, dass der Ex-Dürener Jaroslav Skach halt nicht einen Marcus Böhme - er versenkte zehn Bälle in das Dürener Feld - oder Zachrich - vier Punkte - in der Mitte einsetzen kann. Er muss gezwungen werden, auf Aleksandar Spirovski zu spielen oder auf Jiri Popelka. „Böhme bekommst du nicht ausgeschaltet, aber Spirovski schon”, ist sich Dürens Mittelblocker Malte Holschen sicher. Auch eine Frage des Kopfes: „Wenn du siehst, wie Spirovski anläuft, weißt du, wie er schlägt.”

Folglich müssen Dürens Block und Feldabwehr sich entsprechend positionieren. Beim 3:1-Heimsieg in der Normalrunde wechselte Berlins Coach Michael Warm seinen Diagonalangreifer aus, weil dieser sich nicht durchsetzte. Das war Sonntag anders. Nicht nur der serbische Nationalspieler, sondern überhaupt der Angriff des Gastgebers war durchschlagskräftiger. Das lag, nimmt man die Statistik, nicht an einer besseren Annahme des SCC: Die Werte sind für beide Teams nicht signifikant unterschiedlich.

Dennoch: In der Anfangsphase des ersten Satz sorgte eine schwächelnde Annahme Dürens für den vorentscheidenden Rückstand: „Einfache Flatteraufschläge musst du genau in die Hände des Zuspielers bringen”, mahnte Sven Anton zur gefälligen Konzentration vom ersten Aufschlag an.

Die ist nötig, denn Dürens Coach und Malte Holschen glauben fest an ein drittes Spiel: „Wir haben es immer noch in der Hand”, sagte der Trainer. Und sein Mittelblocker prophezeite: „Mittwoch und Samstag zeigt der Daumen nach oben!”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert