Düren - Dürens Powervolleys setzen Erfolgsserie fort

Dürens Powervolleys setzen Erfolgsserie fort

Von: jan
Letzte Aktualisierung:
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War gegen Lüneburg eine der Säulen im Dürener Spiel: Mittelblocker Michael Andrei. Foto: Jansen

Düren. Die Tage und Wochen des Kopfzerbrechens sind vorbei bei Stefan Falter, dem Trainer des Volleyball-Bundesligisten SWD Powervolleys Düren. Denn sein Team hat die meisten Fragen, die sich Falter jüngst im Stillen gestellt hatte, mit einem aussagekräftigen 3:1-Heimsieg (29:27, 25:20, 23:25, 25:23) gegen die SVG Lüneburg beantwortet.

„Dieser Sieg ist mehr Wert als drei Punkte“, sagte Kapitän Jaromir Zachrich. Düren festigt seine Position im oberen Tabellendrittel und baut den Vorsprung auf die Verfolger Lüneburg und Unterhaching auf fünf Punkte aus.

Wie würde sein Team auf Lüneburg reagieren? Das hatte sich Falter gefragt. Die SVG liegt Düren mit ihrer risikoreichen Spielweise nicht. Wie würde sein Team damit klar kommen, dass die Vorbereitungszeit auf das Spiel kurz und der Trainingsrhythmus unterbrochen war? Das Lüneburg-Heimspiel war die dritte Partie innerhalb von sechs Tagen, zuvor war Düren auf großer Auswärtstour in der Bundesliga in Berlin und im Europapokal in Ankara. Beide Spiele hat Düren verloren.

Und die jüngste Frage: Wie funktioniert der Außenangriff mit einem Romans Sauss, der wegen Wadenproblemen zwei Wochen nicht voll trainiert hatte, und ohne Dirk Westphal? Der Routinier kehrte mit einem dreifach gebrochenen Daumen aus der Türkei zurück, wird heute operiert und fällt auf unbestimmte Zeit aus. Viele Fragen, knappe Antwort: bestens! In einer Partie, die von den Stärken beider Teams geprägt war, hatte Düren am Ende die reifere Spielanlage.

„Das ist schon Wahnsinn, mit wie viel Athletik Lüneburg im Angriff und im Block spielt“, sagte Falter. „Um so besser, dass wir Mittel gefunden haben, dagegen zu bestehen.“ Die Powervolleys haben die Aufgabe gelöst, weil sich die beiden Jüngsten Karli Allik (21) und Julius Firkal (20) Westphals Job gut teilten. Wenn Sicherheit beim Verarbeiten der Aufschläge gefragt war, schickte Falter Allik auf das Feld; im zweiten Satz profitierte Düren dann von Firkals Klasse im Angriff.

D‘Hulst und seine Ideen

Über die gesamte Partie stellte Tim Broshog die Lüneburger in Block und Angriff vor große Probleme. Mit 17 Punkten war er Topscorer der Partie; eine seltene Ehre für einen Mittelblocker. Und dann war da noch Stijn D‘Hulst. Der belgische Spielmacher verstand es, ein wirkungsvolles Angriffsspiel aufzuziehen, obwohl Westphal fehlte, Sauss nicht bei 100 Prozent war und die beiden Hauptangreifer Marvin Prolingheuer und Edvards Buivids nicht ihren besten Tag hatten. Neben seinem Zuspiel waren es die cleveren Entscheidungen, die D‘Hulst zum Mann des Abends machten.

Im ersten Satz war er erfolgreich mit der unwahrscheinlichsten Art, einen Punkt zu erzielen – dem Bagger. Den schoss er aus der Not geboren flach und geschickt aus der Hüfte und überraschte damit ganz Lüneburg. Am Ende von Satz zwei war es unter anderem D‘Hulsts Idee, nicht zum Block zu gehen, die den Punkt zum 24:20 brachte. Der Belgier ist eines nicht: ein Block-Monster.

Oft nutzen die gegnerischen Angreifer Dürens Kleinsten als Opfer. D‘Hulst blieb also weg, Lüneburgs Ryan Sclater reagierte zu spät und nagelte den Ball in den Block von Dürens 2,10-Meter-Hüne Michael Andrei, der sich aufgebaut hatte, wo sonst D‘Hulst gewesen wäre.

Bis auf das Ende des zweiten Satzes lieferten sich Düren und Lüneburg ein Kopf-an-Kopf-Rennen, in dem die Gastgeber meist knapp vorlegten und die Gäste fast immer ausgleichen konnten. Nur nicht beim letzten Ball: Allik hämmerte seinen Aufschlag über das Netz und mutmaßlich auch ins Aus. Allerdings schaffte es Lüneburgs Cody Kessel nicht mehr auszuweichen. Der sechste Sieg im sechsten Heimspiel war perfekt und alle Fragen des Trainers beantwortet.

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