Düren - Dürener Powervolleys laden ihren Akku wieder auf

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Dürener Powervolleys laden ihren Akku wieder auf

Von: Franz Sistemich
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Karli Allik (vorne) und Marvin Prolingheuer haben sich nach ihren teilweise hart umkämpften Siegen beim TV Rottenburg, in Groningen und gegen Herrsching die freien Tage verdient. Foto: Guido Jansen

Düren. Die Erleichterung entlud sich in einem Jubel, den es so bei einer Begegnung der SWD Powervolleys seit Jahren nicht gegeben hat. Gewiss, 2300 Zuschauer machen nun mal mehr Lärm als 1700 Fans, die regelmäßig zu den Partien des Erstligisten pilgern.

Doch nach dem 3:2-Sieg über den TSV Herrsching feierten die Anhänger des Gewinners diesen hart erkämpften Erfolg minutenlang in einer Lautstärke, die ihresgleichen sucht. Auch im letzten Heimspiel in der Hinserie der Spielzeit 17/18 blieben die Hausherren also siegreich (23:25, 24:26, 25:23, 27:25, 15:11).

„Wir haben gewonnen, obwohl wir praktisch vier Sätze ohne Aufschlag und Block gespielt haben“, sagte Stefan Falter, der Trainer. Weil die SWD Powervolleys eben diese Schwächen offenbarten, verspürten die starken Herrschinger Angreifer Tim Strohbach und Christof Marks kaum Gegenwehr. Düren schien den Heimnimbus zu verlieren. „Eigentlich“, sagte dann auch Michael Andrei, einer der Mittelblocker Dürens, „bin ich ja kein Freund der Pause nach dem zweiten Satz. Aber dieses Mal hat sie uns gut getan.“

Nicht nur diese Pause tat den SWD Powervolleys gut, sondern auch die freien Tage über den Jahreswechsel dürften den Spielern eine willkommene Verschnaufpause sein. Der 3:1-Sieg beim TV Rottenburg, die fünf Sätze im CEV-Pokal beim souveränen Tabellenführer der niederländischen Liga, Abiant Lycurgus Groningen, mit denen die nächste Runde perfekt gemacht wurde, und der am seidenen Faden hängende Erfolg über das Team vom Ammersee haben körperliche wie mentale Substanz gekostet.

Und deshalb stellte der Verlauf der restlichen drei Sätze nach der zehnminütigen Pause im Spiel gegen Herrsching auch keine Trendwende in spielerischer Hinsicht dar, aber zumindest in emotionaler: „Wer in unsere Gesichter gesehen hat, der konnte feststellen, dass wir nicht mehr genervt aussahen, sondern jetzt trotz allem über die Freude am Spiel zu unserem Rhythmus finden wollten“, sagte Mittelblocker Michel Andrei.

Diese Findungstour fiel aber nicht leicht. Und so waren es eher einzelne Aktionen diverser Akteure, die Düren zu den richtigen Zeitpunkten in die Erfolgsspur brachten. Beispielsweise Zuspieler Stijn d‘Hulst und Außenangreifer Romans Sauss mit ihren Aufschlägen. Sauss setzte mit seinen Bällen im Tiebreak die gegnerische Annahme so unter Druck, dass das TSV-Zuspiel leichter zu berechnen war, Düren mit zwei Blocks auf 12:10 davonzog und nach einer schlechten Annahme der Bayern vorentscheidend 13:10 führte. Und so verwies Falter darauf, dass Düren trotz der hohen Fehlerquote im Element Aufschlag acht Asse gelungen seien: „Und Herrsching keins.“

Aber: Der Coach wünscht sich, dass sein Team sich nicht von solchen Einzelaktionen abhängig macht: „Die Mannschaft ist bei allen Emotionen doch eher eine rational-coole, die einen Angriff neu aufbaut, als dass sie am Netz aggressiv zupackt.“ So manchen Punkt machten die Herrschinger eben im Duell Mann gegen Mann am Netz: „Wir sind bei netznahen Bällen zu zögerlich. Da wünsche ich mir in Zukunft eine wirkliche Aggressivität, den Punkt auch machen zu wollen.“ Auch wenn der gegnerische Block im Vorteil ist: „Aber wenn wir da nicht versuchen, den Punkt zu machen, dann ist das ein Signal an den Gegner, dass wir passiv agieren. Das gibt Kratzer im normalen Lack.“

So wird Trainer Stefan Falter nach den freien Tagen auch mit Blick auf die wichtigen Begegnungen zu Beginn des Jahres an den Problemen arbeiten, mit denen sich Düren das Leben gegen Herrsching schwer machte. Damit die Spieler der SWD Powervolleys andere Lösungsmöglichkeiten finden – statt Einzelaktionen.

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