Düren - Düren belohnt sich: Powervolleys bleiben zu Hause ungeschlagen

Düren belohnt sich: Powervolleys bleiben zu Hause ungeschlagen

Von: jan
Letzte Aktualisierung:
15689644.jpg
Er hat das Heimspiel am Ende fast im Alleingang für Düren entschieden: Powervolleys-Angreifer Romans Sauss. Foto: Jansen

Düren. Romans Sauss hatte einfach keine Lust, an diesem Abend noch länger Volleyball zu spielen. „Wir sind alle etwas müde nach den vergangenen Tagen“, sagte er. Und deswegen hat der Angreifer des Bundesligisten SWD Powervolleys Düren am Samstag etwas getan, dass man im Männer-Volleyball recht selten sieht.

Vier starke Aufschläge in Folge hämmerte er ins Feld der Netzhoppers SolWo Königspark Königs Wusterhausen und sorgte damit direkt oder indirekt für Punkte und letztlich für den Dürener 3:0-Sieg (25:23, 25:15, 27:25). In der Tabelle steht Düren nach dem dritten Heimsieg zumindest für ein paar Tage auf Platz zwei.

Ein bisschen müde

21:24 lagen die Powervolleys in Satz drei hinten, als Sauss mit seiner Serie begann. „Ich hatte mir schon überlegt, wie ich die Mannschaft auf den vierten Satz einstelle“, sagte Trainer Stefan Falter. „Nicht einfach, denn die Jungs sind mental etwas müde nach der vergangenen Woche.“ 2600 Kilometer hatten die Dürener im Bus zurückgelegt, waren in Innsbruck und Berlin und verloren beide Spiele gegen zwei starke Gegner knapp 2:3. „Wir haben viel investiert und sind mit nichts zurückgekommen“, erklärte Falter weiter.

Und jetzt, nach einem knapp und einem sehr deutlich gewonnenen Satz gegen die Netzhoppers, sei seinem Team anzumerken gewesen, dass ihm der Tritt auf das Gaspedal schwer fällt. Die entscheidenden fünf Prozent hätten gefehlt, die spielstarken Netzhoppers konnten dagegen zulegen und waren dabei, Düren mit den eigenen Waffen zu schlagen: starker Abwehr und cleveren Gegenangriffen.

Sauss, der im Dürener Team einen der besten Aufschläge hat, ist immer für kleine Serien von zwei, drei Punkten gut. Aber dass er einen Satz beim Stand von 20:24 quasi im Alleingang würde biegen können, damit rechnete auch Falter nicht. „Ich weiß, dass Romans so ein Typ ist. Er münzt seinen Ärger darüber, dass es nicht läuft, in Energie um“, sagte Falter zur Sauss-Serie. Zwei oder drei Punkte in Folge mit dem Aufschlag – das ist im Männer-Volleyball schon viel.

Diesmal waren es vier. Sauss brachte Düren mit 25:24 in Führung. Den ersten Matchball verwandelte er nicht mit dem sechsten starken Aufschlag in Folge. Das hätte die Geschichte perfekt gemacht, aber die Gäste schafften den Ausgleich. Den zweiten Satzball wehrten die Netzhoppers noch ab, beim dritten musste Dürens Angreifer Dirk Westphal nicht viel tun außer wach zu sein. Er drückte einen zu lang geratenen Ball der Gäste zurück in deren Feld.

So waren am Ende die Netzhoppers diejenigen, die mit leeren Händen dastanden. In Satz eins waren sie ebenbürtig. Auch da geriet ihnen bei Satzball Düren ein Ball zu lang, Powervolleys-Blocker Tim Broshog sagte Danke. In Durchgang zwei war das Team von Dürens Ex-Trainer Mirko Culic zur Freude der 1400 Zuschauer chancenlos.

Danach aber waren die Netzhoppers sogar besser, bis Sauss mit seinem Aufschlag an der Reihe war und keine Lust hatte, nach den anstrengenden Tagen zuvor noch einen vierten Satz zu spielen. „Die Mannschaft hat verstanden, dass sie sich für die Strapazen mit einem Heimsieg über die Netzhoppers belohnen kann“, sagte Falter.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert