Doppelspiel-Wochenende: „Ladies“ können für Paukenschlag sorgen

Von: Roman Sobierajski
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Feilen an den Details statt Hoffen auf das Glück: Aachens Trainerin Saskia van Hintum an der Seitenlinie der „Ladies in Black“. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Akribisch arbeitet Aachens Trainerteam daran, dass der nächste Auftritt der „Ladies in Black“ in der Volleyball-Bundesliga nicht zum Glücksspiel wird, auch wenn der kommende Gegner nun den „Vornamen“ Lotto trägt.

Der VfB 91 Suhl, der am Samstag um 19 Uhr das Doppelspielwochenende der Mannschaft von Trainerin Saskia van Hintum eröffnet, hat im Winter einen neuen Sponsor gefunden – und dürfte nun finanziell auf weniger wackligen Füßen stehen.

Für van Hintum, Co-Trainer Erik Reitsma und Scout Jan Lichte kommt es beim Aufeinandertreffen mit dem Tabellenzehnten allerdings weniger darauf an, nun die richtigen „6 aus 49“ zu finden, um nach dem Erfolg gegen den VC Wiesbaden den zweiten Saison-Heimsieg einzufahren, die Aufgabe ist ungleich leichter und schwieriger zugleich, wenn es gilt, aus dem elf Spielerinnen umfassenden Kader die passenden sechs für die Startformation zu finden.

Aachener Sieg im Hinspiel

Eine Entscheidung dürfte der 46-Jährigen dabei nicht schwerfallen: Kirsten Knip ist nach ihrem krankheitsbedingten Ausfall in Erfurt wieder im Mannschaftstraining und dürfte auf ihre angestammte Position als Libera zurückkehren. Auch auf den weiteren Positionen auf Diagonal, Außen und Mittelblock haben sich im bisherigen Saisonverlauf die Namen herauskristallisiert – und Femke Stoltenborg, die erst im Winter zu den „Ladies“ stieß, ist als Zuspielerin aufgrund ihrer Qualitäten ohnehin gesetzt.

Im Hinspiel hatten sich die Aachenerinnen klar mit 3:0 durchgesetzt und damit ihren ersten Saisonsieg überhaupt eingefahren. Nun sieht Suhls – ebenfalls niederländischer Trainer – Han Abbing sein Team, das mit dem Sieg in Wiesbaden ebenfalls ein Ausrufezeichen setzte, mittlerweile deutlich besser zusammengewachsen.

Während für das Team aus Thüringen jeder Punkt wichtig ist, um ein Stück aus dem Tabellenkeller herauszukriechen, könnten die „Ladies“ mit zwei Siegen für einen Paukenschlag sorgen – und sogar an Wiesbaden (in Dresden) vorbeiziehen, auch wenn sich das Tableau dann schief darstellen würde. Dazu wäre aber nicht nur ein Erfolg über das Lotto-Team erforderlich. Dieser wäre nur die unabdingbare Voraussetzung dafür, mit einem Erfolg über das Schlusslicht VCO Berlin am morgigen Sonntag (16 Uhr), ebenfalls in eigener Halle, für die volle Ausbeute zu sorgen.

Dabei stellen die Junioren-Spielerinnen vom Berliner Olympiastützpunkt in dieser Saison einen außergewöhnlich starken Jahrgang, konnten sich in Erfurt im Tiebreak durchsetzen und mussten sich in Wiesbaden erst nach fünf Sätzen geschlagen geben.

Der junge Nationalkader, der mit den Partien in Münster und anschließend in Aachen wieder auf „NRW-Tour“ ist, dürfte dem Spiel in Aachen jedenfalls schon jetzt entgegenfiebern: In der vergangenen Saison wurde der Nachwuchs vom Aachener Publikum nach Spielschluss gefeiert und durfte mit den „Ladies“ die Humba feiern – unvergesslich.

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