Düren/Unterhaching - Die Vorahnung bestätigt sich: Evivo ohne Chance

Die Vorahnung bestätigt sich: Evivo ohne Chance

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
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Sahen am Mittwoch von Düren aus kein Spiel, das glücklich macht: Karl-Heinz Jansen, Stefan Kriebs und Udo Stadler (von links) kommentieren mit Gesten den Spielverlauf. Foto: Guido Jansen

Düren/Unterhaching. Der Frust saß tief. 100 Fans des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren hatten sich am Mittwoch im Klubheim des Dürener TV an der Dr. Overhues Allee eingefunden, um live dabei zu sein, wenn ihre Mannschaft im ersten Halbfinal-Spiel um die deutsche Meisterschaft auswärts bei Generali Haching antritt.

Die Fans hatten böse Vorahnungen: Denn die Meldung, dass sich das ohnehin schon große Verletzungspech der Mannschaft noch weiter verschlimmert hatte, sorgte für Unbehagen.

Die Vorahnung hat sich bestätigt: Düren war beim 0:3 (17:25, 17:25, 18:25) ohne Chance. Ein wesentlicher Grund: Nach den Langezeitverletzten Alexander Mayer und René Reinaerts sowie dem wichtigen Spielmacher Ilja Wiederschein, der in der vergangenen Woche am Knie operiert worden war, fiel mit Abwehrchef Fabian Kohl der nächste Stammspieler aus.

Beim Vormittagstraining zog er sich eine Zerrung zu. Evivo ließ seinen Vorgänger Till Lieber einfliegen. Der spielte gut, den Umständen entsprechend. Schließlich ist Lieber nicht mehr im Training und deswegen auch nicht mit der Mannschaft eingespielt.

„Man hat der Mannschaft die Verunsicherung angemerkt”, sagte Geschäftsführer Rüdiger Hein, der beim gemeinsamen Gucken mit den Fans dabei war. „Sie haben sich wohl gefragt, wie sie diesen neuerlichen Rückschlag wegstecken können.” Eine Antwort hat Evivo nicht gefunden. „Wenn du so verunsichert bist, dann hast du in Haching keine Chance”, so Hein.

Entsprechend ruhig ging es im DTV-Heim zu. „Hey, wir führen”, rief einer der Fans nach dem 2:0, das Evivo in Satz drei vorlegen konnte. Ein Hochgefühl von kurzer Dauer. Die Hachinger nutzten die neu aufgerissene Dürener Wunde und ließ selten Freude aufkommen.

Einzig Angreifer Christian Dünnes schien gegen die Verunsicherung einigermaßen immun zu sein, sammelte Punkte und kassierte dafür den Beifall der Fans. „Geht doch”, war das eine oder andere Mal zu hören. Geht nicht - diese Erkenntnis setzte jedes Mal schnell ein.

Am Samstag in der Arena

Zu verunsichert war Düren, zu souverän der Gegner. Den zweiten Applaus erntete Trainer Sven Anton, der seinen Spielern in der Auszeit laut zurief, sich über jeden Punkt zu freuen und sich so in die Partie zurück zu kämpfen.

Die Fans setzten jetzt ihre ganze Hoffnung auf das Rückspiel am Samstag in der Arena Kreis Düren. Um 19.30 Uhr treffen die beiden Rivalen erneut aufeinander. „Wir haben den Ruf, dass wir viel wegstecken können”, setzte auch der sportliche Leiter Goswin Caro auf den Samstag.

Den Beweis tritt Evivo schon die gesamte Saison über an. Trotz der vielen Probleme ist das Team immerhin bis ins Halbfinale gekommen.
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