Die „Ladies“ waren dem Finaleinzug zum Greifen nah

Von: rom
Letzte Aktualisierung:
11309988.jpg
Ein Happy End - wie beim Auswärtsspiel beim Köpenicker SC - gab es für die Ladies in Black beim Pokal-Halbfinale in Dresden nicht, dennoch lag lange eine Sensation gegen den Favoriten in der Luft. Foto: Corinna Seibert

Aachen/Dresden. „Das wird das bisher schwierigste Spiel der Saison“, hatte Alex Waibl, Trainer des Dresdner SC, vor dem Pokal-Halbfinale gegen die „Ladies in Black“ Aachen prophezeit. Und der Mann hat Ahnung von seinem Fach.

Zwar unterlag das Team von Aachens Coach Marek Rojko in vier Sätzen (27:25, 17:25, 22:25, 16:25) und verpasste den Finaleinzug, aber lange Zeit lag die Sensation in der Luft, dass die „Ladies“ gegen den amtierenden Deutschen Meister als Siegerinnen vom Platz gehen würden.

Die Aachenerinnen hatten im ersten Satz vor 2740 Zuschauern stets die Nase knapp vorn, verloren erst beim Stand von 21:20 den Zwei-Punkte-Vorsprung und mussten anschließend Dresden auch noch vorbeiziehen lassen. Dann ließ Tatiana Crkonova zwei starke Diagonalschläge folgen, die Ex-Dresdnerin Jule Langgemach schlug ein halbes Ass und Simona Kosova schlug den gegnerischen Block zum 27:25 an.

Im zweiten Satz häuften sich die Fehler auf Aachener Seite, und Dresden fand folgerichtig immer besser in die Partie, lag zu den beiden technischen Auszeiten jeweils mit vier Punkten in Front. Dresden ließ sich den Satz nicht mehr nehmen und glich aus.

Doch dann sorgten die „Ladies“ für einen richtigen Paukenschlag und spielten den Meister förmlich an die Wand: Aachen lag vor der zweiten technischen Auszeit eigentlich schon uneinholbar vorn, als Dresden sich anschickte, sich die Oberhoheit Stück für Stück zurückzuholen.

Die Aachenerinnen mussten drei gegnerische Punkte hinnehmen, bevor sie sich ins 16:9 retten konnten. Doch anschließend lief so gut wie nichts mehr zusammen. Fehler reihte sich an Fehler, die „Ladies“ schienen ein strenges Angriffsverbot zu befolgen und bekamen kaum noch einen Ball auf den Boden.

Dresden bekam immer breitere „psychologische Schultern“, schaffte den Ausgleich zum 17:17, Aachen zog wieder mit zwei Punkten Vorsprung davon, musste erneut den Ausgleich verkraften. Schließlich gingen die Hausherrinnen beim Stand von 21:20 auf die Überholspur, auch dank eines starken Intermezzos von Kristina Mikhailenko. Die US-Amerikanerin Gina Mancuso verwertete die zweite Chance zum Satzball, Dresden lag mit 2:1 in Führung.

Nach diesem Spielverlauf war das Ende eigentlich absehbar – doch die „Ladies“ spielten zunächst unbeeindruckt weiter. Erneut machte Mikhailenko drei Punkte in Folge – und Dresden brachte das Match nach Hause.

Aachen: Kuciakova, Kosova, Bongaerts, Weihenmaier (Grozer), Svobodnikova (Langgemach), Crkonova, Valachova

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert