Die „Ladies“ treten quasi gegen zwei Gegner zugleich an

Von: rom
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Aachen. Karolina Bednarova hatte es bereits lange vor dem finalen Spiel der „Ladies in Black“ Aachen in der Hauptrunde der Volleyball-Bundesliga geahnt: „Das wird ein ganz enges Rennen um die Play-offs, am Ende werden einzelne Punkte, vielleicht sogar das Satzverhältnis entscheiden“, hatte Aachens Kapitänin nach dem 3:0-Sieg über Aurubis Hamburg geahnt.

Mit dieser Prophezeiung lag die 28-jährige Außenangreiferin richtig, so dass die „Ladies“ im Kampf um Platz 6 am Samstag (19.30 Uhr) im Prinzip gegen zwei Gegner antreten: Physisch gegen den Tabellenzweiten MTV Stuttgart – und virtuell gegen den aktuellen Siebten USC Münster, der die Aachenerinnen noch vom direkten Qualifikationsplatz verdrängen kann.

Dass es am Ende tatsächlich um einen einzelnen Punkt geht, ist nur eine von drei Möglichkeiten: Sollte Münster vor eigenem Publikum glatt gewinnen und Aachen ebenso glatt unterliegen, ist der USC tatsächlich um einen Punkt besser und vorbeigezogen. Sollte Münster im Tiebreak gewinnen und die „Ladies“ (wie auch immer) verlieren, wäre Münster ebenfalls vorbeigezogen, da das zweite Kriterium nach den erzielten Punkten die Anzahl der Siege ist: Münster hätte dann zehn, die Aachenerinnen wären bei neun hängengeblieben.

Spiel mit offenen Karten?

Die dritte Konstellation: Die „Ladies“ gewinnen regulär oder im Tiebreak und stehen in den Play-offs – egal, was beim sicher über Liveticker verfolgten Parallelspiel auch passiert. Der Ausgang der Partie ist allerdings noch schwerer zu prognostizieren als üblich bei dem dichtgedrängten Mittelfeld in der Bundesliga. Denn neben aller Rauf- und Runterrechnerei bleibt die spannende Frage, inwieweit die beiden Beteiligten mit offenen Karten spielen werden.

„Unser Fokus ist auf das Pokalfinale ausgerichtet“, hat Aachens Trainer Marek Rojko vor dem Kräftemessen mit dem besten Heimteam der Liga erklärt. Doch auch auswärts waren die Stuttgarterinnen bislang ein harter Brocken für jeden Gegner: Drei der bislang vier Saisonniederlagen fielen erst im Tiebreak. Für die „Ladies“ heißt also die Marschrichtung, gegen die favorisierten Gäste gut auszusehen und Selbstvertrauen zu sammeln, dabei aber gleichzeitig auch Ansatzpunkte für den Pokal-Showdown zu sammeln.

Mit der Trophäe im Gepäck zurückzukehren, ist natürlich auch für die Gäste ein erstrebenswertes Ziel. Den zweiten Platz in der Bundesliga-Tabelle zu verteidigen, dürfte aber angesichts der dann besseren Ausgangssituation für Stuttgart auch nicht zu verachten sein. Schließlich liegt Schwerin nur einen Punkt zurück auf dem dritten Platz.

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