Die „Ladies“ strotzen vor Selbstvertrauen

Von: Roman Sobierajski
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Nichts zu holen für Edina Dobi (Nr. 9) und die anderen Spielerinnen aus Vilsbiburg: (v.l.) Marija Pucarevic, Ivona Svobodnikova, Karolina Bednarova & Co. setzten sich erneut in drei Sätzen durch. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. „Sie haben den Trainer gewechselt, sie haben alles versucht – aber wir waren bereit“, sprach Maja Burazer, Diagonalangreiferin der „Ladies in Black“ Aachen aus, was auch die 847 Zuschauer beim 3:0 (25:22, 25:20, 25:22) in der Volleyball-Bundesliga über die Roten Raben Vilsbiburg sehen, ja fast schon greifen konnten.

Die Mannschaft von Trainer Marek Rojko ist in blendender Form und strotzt nur so vor Selbstvertrauen. Wer hier unbedingt als Sieger vom Platz gehen wollte, war vom ersten Ballwechsel an klar. Und zur aktuell bescheidenen sportlichen Situation der Vilsbiburgerinnen, die bereits im Pokalhalbfinale in Aachen keinen einzigen Satz für sich entscheiden konnten, gesellte sich dann auch noch Pech: Kapitänin Silvana Olivera Capelli knickte unglücklich um und musste verletzt vom Platz getragen werden.

Schwächephase im ersten Satz

Dass die Aachenerinnen nach nur 86 Minuten als Gewinner das Feld verließen, lag aber nur zu einem kleinen Teil an der Schwäche der gegnerischen Mannschaft, eher an der eigenen Stärke. Die Blockarbeit war überragend, Annahme und Defensive standen sicher, Diagonalangreiferin Maja Burazer stanzte ein Loch nach dem anderen in den Boden der gegnerische Hälfte – und Kapitänin Karolina Bednarova sorgte mit wilder Entschlossenheit für die wichtigen Punkte in der Partie. So auch, als sich die „Ladies“ nach bis dato souveränem Vortrag in der Mitte des ersten Durchgangs eine Schwächephase leisteten: Über elf Punkte in Folge hinweg gelang den Aachenerinnen kein einziger eigener Punkt. Dass das Team trotzdem dreimal punktete, nachdem es ursprünglich 20:13 gestanden hatte, war nur Aufschlagfehlern der Roten Raben zu verdanken. Bednarova sorgte für den erlösenden 24. Punkt, den letztendlich Srna Markovic zum Satzgewinn krönte.

Der eigentliche Dreh- und Angelpunkt des Aachener Spiels war allerdings Ivona Svobodnikova. Die 23-jährige Tschechin baute ihren Spitzenposition als aktuell beste Mittelblockerin der Bundesliga weiter aus und brachte zehn ihrer 14 Angriffe im gegnerischen Feld unter. „Wir machen sehr wenig Fehler, das ist ein richtig gutes Gefühl“, freute sich Svobodnikova anschließend über den Erfolg – und gab den Dank für ihre herausragende Leistung anschließend bescheiden an das gesamte Team und den Betreuerstab weiter: „Co-Trainer Manuel Hartmann und die gesamte Statistikabteilung leisten so hervorragende Arbeit, dass mir die eigene eigentlich ganz einfach gemacht wird.“ Ob dazu auch das Kunststück gehört, wie beim Punkt zum 23:19 im dritten Durchgang, als Svobodnikova den gegnerischen Angriff erst blockte und anschließend direkt ins gegnerische Feld drosch, sei dahingestellt.

Wie sehr die komplette Aachener Defensivabteilung den Gegner beeindruckte, zeigt die Tatsache, dass Vilsbiburgs neuer Trainer Jonas Kronseder seine beste Angreiferin Liana Mesa Luaces beim Stand von 11:10 im dritten Durchgang aus dem Spiel nahm und die Kubanerin erst wieder für die letzten vier Punkte einwechselte. Half auch nichts mehr, Karolina Bednarova verwandelte den zweiten Matchball, der für die „Ladies“ den Sprung auf Platz sechs der Tabelle brachte – und die Rote Laterne als schlechtestes Heimteam der Liga weiterreichte. „Wir hatten die Begegnung vollständig unter Kon- trolle und haben auf jeden Fall unser bislang bestes Heimspiel gezeigt“, erklärte Maja Burazer – und niemand widersprach.

Aachen: Crkonova, Burazer (Stankova), Svobodnikova (Kosova), Pucarevic, Bednarova, Markovic, Valachova

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