Die „Ladies“ machen weiter Boden gut

Von: Roman Sobierajski
Letzte Aktualisierung:
9357678.jpg
Entspannter Jubel der „Ladies in Black“ nach dem überlegenen Erfolg über den Köpenicker SC. Bereits am Samstag wartet in Suhl die nächste Herausforderung auf das Team. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Aachens Volleyballerinnen haben in dieser Spielzeit schon viele neue Erfahrungen machen dürfen, machen müssen. Seit dem 3:0-Sieg (25:11, 25:23, 25:19) in der Bundesliga über den Köpenicker SC sind die Spielerinnen um Kapitänin Karolina Bednarova um eine weitere reicher.

Schließlich machten Aachens Karnevalsprinz Axel II. und sein Hofstaat der Mannschaft und den 811 Zuschauern vor der Partie ihre Aufwartung. Volleyballtechnisch dürften die Öcher Tollitäten allerdings wenig Neues mitgenommen haben aus dieser über weite Strecken einseitigen Partie. „Das war sicher nicht das höchste Niveau, das wir gesehen haben, aber wichtig für uns waren die drei Punkte im Kampf um die Play-offs“, räumte auch Aachens Coach Marek Rojko ein.

Im ersten Satz wurden die Gäste aus der Bundeshauptstadt förmlich überrollt vom Aachener Angriffsdruck: Die starken Aufschläge ließen eine gute Annahme und einen überraschenden Spielaufbau nicht zu. Zudem hatten Zuspielerin Marija Pucarevic und Mittelblockerin Tatiana Crkonova in der Anfangsphase im Zusammenspiel einen Sahnetag erwischt und stellten die gegnerische Abwehr mit Angriffen im ersten Tempo vor unlösbare Aufgaben.

„Bei uns hat einfach alles gepasst, und wir haben sehr gut begonnen“, freute sich Crkonova, die zur wertvollsten Spielerin der Partie gewählt wurde. Und hätten die „Ladies“ nicht leichtfertig vier Punkte liegenlassen – Köpenick hätte nur eine einstellige Ausbeute gemacht.

Wer glaubte, die Partie würde im Schnelldurchgang beendet, sah sich im zweiten Durchgang getäuscht. „Die Stabilität in der Annahme war plötzlich weg“, beobachtete Aachens Coach, der erneut Dora Grozer zum Einsatz brachte. „Was den Satz für uns entschieden hat, war die Tatsache, dass wir nach den langen Rallyes immer den Punkt gemacht haben.“

Ein schöner Angriff von Crkonova brachte den Ausgleich zum 23:23, ein Fehler der Gäste den ersten Satzball, doch erst der zweite konnte genutzt werden – erneut durch einen Fehler der Gästespielerinnen. „Dafür, dass wir so viele Rückschläge hinnehmen mussten, haben wir uns ganz gut geschlagen. Wir hätten unsere Chance im zweiten Satz aber nutzen müssen“, grämte sich KSC-Trainer Benedikt Frank.

Nach der etwas glücklichen 2:0-Satzführung kehrten die „Ladies“ dann wieder konzentriert aus der Zehn-Minuten-Pause zurück und ließen keinen Zweifel mehr daran aufkommen, wer als Sieger vom Platz gehen würde. Zur zweiten technischen Auszeit lagen die Aachenerinnen mit 16:13 vorn, eine schöne Angriffsserie von Simona Kosova brachte das 20:15 und damit bereits die Vorentscheidung. Den ersten Matchball verwandelte dann die Kapitänin selbst.

Die „Ladies“ rangieren zwar immer noch auf Tabellenplatz sieben, haben sich aber bis auf einen Punkt an Potsdam und zwei an Münster herangekämpft. „Die Partie in Suhl am Samstag ist im Hinblick auf die Play-offs eminent wichtig für uns“, blickte Rojko bereits auf die nächste Begegnung voraus, die für Aachens Coach eine weitere neue Erfahrung bringen könnte: „Als Trainer habe ich noch nie gegen Suhl gewonnen.

Aachen: Crkonova, Burazer, Kosova, Pucarevic (Ponte), Bednarova (Grozer), Markovic, Valachova

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert