Die „Ladies“ können Schwerin nicht ärgern

Von: Roman Sobierajski
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Aachens Annahme in Not: (v.l.) McKenzie Adams, Libera Kirsten Knip und Nika Daalderop. Foto: Andreas Steindl

Aachen/Schwerin. Eigentlich waren die „Ladies in Black“ Aachen nicht nach Mecklenburg-Vorpommern gefahren, um Felix Koslowski ein Geschenk zu seinem 33. Geburtstag zu überreichen. Die lange Reise galt dem ersten Play-off-Viertelfinale gegen Koslowskis Verein Schweriner SC in der Serie „best of three“.

Aber zumindest der erste und der dritte Satz erschienen bei der Dreisatz-Niederlage (10:25, 19:25, 15:25) der Mannschaft von Aachens Trainerin Saskia van Hintum wie das Überreichen eines Blumenstraußes. Restlos zufrieden war der Schweriner Coach, der im „Nebenjob“ auch Trainer der deutschen Frauen-Nationalmannschaft ist, dennoch nicht: „Im Angriff müssten wir in manchen Situationen vielleicht noch selbstbewusster agieren. Aber das ist schon Meckern auf hohem Niveau.“

Umkämpfter zweiter Satz

Im ersten Satz gab es vor 1900 Zuschauern sicher nichts zu meckern: Die Schwerinerinnen dominierten nach Belieben, hatten zur ersten technischen Auszeit bereits fünf Punkte Vorsprung, zur zweiten unaufholbare elf. Vor allem Nationalspielerin Jennifer Geerties, die einen Sahnetag erwischte, bereitete dem Aachener Block und der Feldabwehr Probleme, war nie in den Griff zu kriegen. Es war Mittelblockerin Jeanine Stoeten zu verdanken, dass die „Ladies“ – wenn auch knapp – eine zweistellige Punktezahl holten.

Deutlich härter umkämpft war dagegen Durchgang zwei: Bei den Schwerinerinnen setzte der psychologische Effekt ein, nach einem überdeutlich gewonnenen Satz ein paar Prozente nachzulassen, und die Aufschläge der „Ladies“ bereiteten der Annahme des SSC deutlich mehr Probleme. Mit viel Kampfgeist verkürzten die Aachenerinnen den Abstand bis auf einen Punkt zum 17:18, doch dann machte die Quote der Eigenfehler wieder einen Sprung nach oben, und Schwerin hatte keine großen Probleme durch Lauren Barfield auch den zweiten Satz für sich zu entscheiden.

Fehler bei den Aufschlägen

Trotz des 0:2-Satzrückstandes schien der Glaube, zumindest noch einen Satz mitnehmen zu können, auf Aachener Seite nicht ganz verloren. Doch dann begannen in der Aachener Rotation Femke Stoltenborg und Jeanine Stoeten die beiden stärksten Aufschlägerinnen mit Fehlern, und die größte Chance, die Schweriner Abwehr unter Druck zu setzen war direkt zu Beginn vergeben – und der Widerstand der Gäste war in der Folge schnell gebrochen. „Wir haben einen kühlen Kopf bewahrt und das Ding am Ende schnell nach Hause gebracht“, war das „Geburtstagskind“ letztendlich doch zufrieden.

Bereits am Mittwoch stehen sich die beiden Mannschaften im Rückspiel im belgischen Maaseik erneut gegenüber. Für die „Ladies in Black“ die letzte Chance, noch weiterhin im Wettbewerb zu bleiben.

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