Aachen - Die „Ladies“ haben drei Spiele in acht Tagen

Die „Ladies“ haben drei Spiele in acht Tagen

Von: rom
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Stark in der Feldabwehr: „Ladies“-Libera Kirsten Knip.

Aachen. Rund 650 Kilometer Wegstrecke hatte der Tross der „Ladies in Black“ Aachen vor sich, als die Mannschaft am Freitag zur Partie am Samstag um 19 Uhr bei den Roten Raben Vilsbiburg aufgebrochen ist. Für die Spielerinnen von Aachens Trainerin Saskia van Hintum der Auftakt zu einer richtungsweisenden Serie von drei Begegnungen innerhalb von nur acht Tagen.

Nach der Aufgabe beim Tabellensiebten im Landkreis Landshut empfangen die „Ladies“ vor eigenem Publikum am Mittwoch den Tabellenzweiten MTV Stuttgart, drei Tage später stellt sich der amtierende Meister und Tabellendritter Schweriner SC in Aachen vor.

Allein diese Konstellationen zeigen, dass in der Volleyball-Bundesliga der Frauen einiges in Bewegung geraten ist – und Aachen als aktueller Vierter des Tableaus durchaus als das Überraschungsteam der laufenden Saison eingestuft werden kann.

Eine Rolle, in der Vilsbiburgs Trainer Timo Lippuner wohl allzu gerne auch seine eigene Mannschaft gesehen hätte. Doch die 1:3-Niederlage in der Hinrunde in Aachen mit dem krachenden 25:14 für die „Ladies“ im vierten Satz machte klar, dass die Aachenerinnen als gut eingespieltes Team an den Start gegangen waren, während sich die Roten Raben noch finden mussten. „Wir wussten genau, dass wir Vilsbiburg nicht den kleinen Finger reichen dürfen, wenn wir gewinnen wollen“, beschrieb Libera Kirsten Knip damals den Schlüssel zum Erfolg.

Die Bedeutung dieses Startvorteils hat naturgemäß mit der wachsenden Anzahl der Begegnungen abgenommen. Und während die Vilsbiburgerinnen mit einem starken Auftritt am letzten Wochenende genau diese Tugenden an den Tag legten und beim 3:2-Erfolg in Schwerin zeigten, dass auch diese Übermannschaft vor eigenem Publikum durchaus schlagbar ist, legten die Aachenerinnen bei ihrem eigenen Tiebreak-Sieg wieder einige Schwächen an den Tag, die eigentlich überwunden schienen.

Auszeit im zweiten Satz „gegönnt“

Schmerzhaft blitzte in Potsdam vor allem die Hauptschwäche der Vorsaison durch, als die „Ladies“ sich häufig im zweiten Drittel der Sätze eine kleine Auszeit „gönnten“, um dann mit einem unnötigen Rückstand in die entscheidende Phase des Durchgangs zu gehen. Im zweiten Satz brachten die Aachenerinnen einen 19:11-Vorsprung nicht über die Ziellinie und kassierten mit dem 24:26 den Satzausgleich, der den SCP wieder zurück in die Partie brachte, statt für ein beruhigendes (und wahrscheinlich vorentscheidendes) 2:0 zu sorgen.

Ein weiteres Problem, das für den Punktverlust in Potsdam sorgte: Die Angreiferinnen brachten nicht häufig genug den Ball im ersten Versuch in der gegnerischen Hälfte unter, so dass der Gegner wieder in Angriffsstellung gebracht wurde. Vilsbiburgs Trainer Lippuner sieht die Aachener Qualitäten vor allem in der Körpergröße und in der Blockstärke – und spart auch nicht mit Lob für Libera Kirsten Knip, die in Vilsbiburg keine Zukunft mehr sah: „Sie ist eine Bank in der Feldabwehr. Dieses Bollwerk muss erst einmal geknackt werden.“

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