Die „Ladies“ feiern klaren Sieg gegen VCO

Von: Roman Sobierajski
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Erstmals in der Startformation und direkt als „Wertvollste Spielerin“ ausgezeichnet: Dora Grozer (links) hat ihre Chance gegen den VCO Berlin genutzt. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Erst am Vormittag hatte Dora Grozer, ebenso wie Ron Ponte und Romana Stankova auch, von Aachens Trainer Marek Rojko erfahren, dass sie in der abendlichen Partie gegen den VCO Berlin für die Startformation vorgesehen war.

„Am Anfang war ich ganz schön nervös“, meinte das Küken aus der berühmten Volleyball-Familie Grozer. „Aber Karolina Bednarova und Dominika Valachova haben mir toll geholfen, und dann hat sich die Aufregung auch schnell gelegt.“

Trotz des Austauschs der Hälfte der Startformation setzten sich die Aachenerinnen klar mit 3:0 (25:22, 25:15, 25:17) gegen das deutsche Juniorinnen-Nationalteam durch. „Wir haben alle Ziele erreicht, die wir uns gesteckt hatten. Am wichtigsten war, dass wir sicher die drei Punkte einfahren“, war Aachens Coach weitgehend zufrieden, auch wenn seine Mannschaft anfangs Probleme hatte, in den Spielrhythmus zu finden. „Wichtig war aber auch, dass vor allem Dora Grozer eine Chance bekommt, vor eigenem Publikum von Beginn an zu spielen. Es war klar, dass es nicht leicht sein würde, sofort den Rhythmus zu finden, aber unsere erfahrenen Spielerinnen Karolina Bednarova und Libera Dominika Valachova haben für Sicherheit gesorgt und den nötigen Kampfgeist vorgelebt.“ Dora Grozer hat ihre Chance und die „Rückenfreiheit“ jedenfalls genutzt und wurde im Anschluss an die Begegnung als „Wertvollste Spielerin“ ausgezeichnet.

Nur von der Bank aus konnten dagegen die Stammspielerinnen Marija Pucarevic (Zuspiel), Diagonalangreiferin Maja Burazer und Außenangreiferin Srna Markovic ihre Teamkolleginnen anfeuern, und hatten dabei noch das bessere Los erwischt als Mittelblockerin Ivona Svobodnikova, die aufgrund einer Schulterzerrung das Trikot erst gar nicht angezogen hatte.

Dennoch hatte das Team eigentlich nur im ersten Satz leichte Probleme, allerdings keine so ernsthaften, dass sich Aachens Trainer zu personellen Wechseln gezwungen sah. Bednarova und Valachova hielten den „Laden zusammen“, Grozer punktete auf der Außenposition, und auch Simona Kosova, die schon in der Begegnung gegen den VC Wiesbaden ein belebendes Element im Angriff war, erfüllte die Erwartungen. „Man darf diesen Gegner nicht unterschätzen“, war Bednarova weit weg von Schlendrian, „VCO hat Suhl geschlagen und gegen Schwerin einen Satz gewonnen.“

Für die 16- bis 18-jährigen Spielerinnen, die im Duell mit den Profiklubs vor allem Spielpraxis sammeln und ihr Spiel verbessern sollen, dürfte der Auftritt im Aachener Hexenkessel sicher auch eine neue Erfahrung mit sich gebracht haben: Das faire Aachener Publikum beklatschte aufmunternd gelungene Aktionen der Nachwuchsspielerinnen – und am Ende durften sie an der gemeinsamen „Humba“ mit dem Publikum teilnehmen. Wie weit der Weg ist, zeigt das Los von Dora Grozer: „Ich kam von einem Zweitligisten, der dreimal die Woche trainierte. Jetzt ist zweimal täglich Training angesagt, und es hat immerhin fast ein halbes Jahr gedauert, um mich an das Niveau in der Bundesliga anzupassen.“

Aachen: Crkonova, Grozer, Stankova, Kosova, Bednarova, Ponte, Valachova

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