Die kleine Stadt liebt der Mittelblocker aus Polen

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:

Düren. Der Wunschverein hieß Evivo. Artur Augustyn wollte schon nach der Saison 2007/2008 von der Wupper an die Rur wechseln.

Doch die Gespräche zwischen dem Mittelblocker aus Polen und den Verantwortlichen des Erstligisten aus der Kreisstadt führten zu keinem Trikottausch.

So ging Augustyn von den Titans zurück in die Heimat. Evivo Düren verlor er aber nicht aus den Augen. Als der Kontakt eine Spielzeit später wiederhergestellt war, war der Rest Formsache. Augustyn hat es nicht bereut: „Ich liebe diese kleine Stadt. Die Atmosphäre ist toll, wie auch immer bei unseren Spielen in der Arena und innerhalb der Mannschaft.”

Zumal ja auch Evivo bisher eine erfolgreiche Spielzeit abliefert. Die Erklärung des Mittelblockers lautet: „Wir haben es überraschend schnell geschafft, eine Einheit zu werden. Diese Mannschaft funktioniert als Kollektiv”, freut sich der 1,97 Meter große Augustyn, für den die Niederlagen gegen den SCC Berlin zum Saisonauftakt und bei den Netzhoppers aus Königs Wusterhausen Verlustpartien waren, die das Team brauchte, um auf das Niveau zu kommen, mit dem es zehn Spiele in Folge gewinnen konnte: „Und das mit nur acht oder neun Spielern im Training!”

Aber: „Wir haben halt den Kopf frei, wir haben unseren Spaß, wir wollen gewinnen, müssen nicht siegen.” Aber weil die Volleyball-Formation sich als Team präsentiert, avancierte es trotz der Niederlage in Friedrichshafen zum Team der Stunde. Die Niederlage beim Rekordmeister stellt für den Mittelblocker kein Beinbruch dar: „In der Meisterschaft ist das normal, siegen solltest du dort in der Play-off-Runde oder im Pokal.” Die Meisterschaft hat Priorität, das Pokalfinale übt aber jetzt schon seinen Reiz aus.

Schließlich hat Augustyn in Polen sein einziges Endspiel verloren: 2:3 und im Tiebreak 17:19. Deshalb will er am 7. März alles daran setzen, dass seine Kameraden und damit auch er in Halle den Pokal in die Höhe recken können: „Wir haben in Haching gewonnen. Das könnte unser Plus sein, aber in nur einem Spiel kann viel passieren. Da müssen wir schon Risiko gegen Generali gehen.” Am Mittwoch heißt der Gegner zunächst einmal VC Franken (19.30 Uhr). Vielleicht kann Artur Augustyn seinem Wunschverein mit einer seiner Stärken zum Sieg verhelfen: Seine Aufschläge gegen eine doch schwächelnde Bamberger Annahme.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert