Die Freude am Spiel ist zurück

Von: Guido Jansen
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Wieder im Spiel: Ein paar Prozentpunkte Fitness und Wettkampferfahrung fehlen noch, dann zählt Evivos Michael Olieman wieder zu Europas Besten. Foto: Guido Jansen

Düren. Michael Olieman strahlt, denn er hatte Positives zu berichten. „Ich habe wieder richtig Spaß am Volleyball”, sagte der 27-Jährige dieser Tage. Aus dem perspektivisch gedachten Dauerprojekt der Dürener ist ein Volleyballer geworden - vollwertig und ohne Einschränkung.

Über zwei Jahre hat der 27-Jährige Pause machen müssen, bevor er zu Beginnen des Jahres in Düren wieder mit dem Training begonnen hat. Und jetzt steht der Linkshänder kurz davor, wieder dahin zu kommen, wo er 2006 und 2007 war. Der 2,02 Meter lange Angreifer gehört im gesunden Zustand zu Europas Besten. „So weit denke ich noch gar nicht”, sagte er und bekräftigte damit, dass internationale Themen wie die Rückkehr in die niederländische Nationalmannschaft noch kein Thema seien. „Mein Ziel ist es jetzt, gut für Düren zu spielen.”

Auf und ab, vor und zurück

Auf und ab, vor und zurück ist die Entwicklung Oliemans in den vergangenen Monaten gelaufen. Seit dem Frühjahr zeichnet sich eine Tendenz ab: Der Angreifer macht immer einen Schritt mehr nach vorne. Am Ziel angekommen ist er zwar noch nicht. „Michael braucht noch Zeit. Wenn jemand schwer verletzt war, dann dauert es immer länger, bis man wieder in Bestform ist”, erklärte Trainer Sven Anton.

Den wichtigsten Schritt hat Olieman aber offenbar schon geschafft. Die Schmerzen sind so gut wie weg, die Angst gar völlig. „Ich mache mir keine Sorgen mehr, dass die Probleme in meinem Rücken zurück kommen können”, sagte der Mann, der mit seiner Familie kurz hinter der niederländischen Grenze in Brunssum lebt. Die Blockade im Kopf ist weg. „Ich habe noch nicht die Form von 2007. Aber ich kann wieder hart trainieren. Das ist das Wichtigste.”

Bei Evivo ist man zufrieden mit dem Verlauf des „Projekts Olieman”. Dem Linkshänder fehlen noch ein paar Prozentpunkte Fitness und vor allem Wettkampferfahrung. Dass soll jetzt, während des Testturniers in Polen und in den ersten Spielen der Bundesliga nachgeholt werden.

Über den Status am Ende der vergangenen Spielzeit, als unklar war, ob der Niederländer Düren wirklich weiter helfen kann, ist er längst hinweg. Olieman ist jetzt schon ein überdurchschnittlicher Angreifer in der Bundesliga. Er stellt das nötige Gegengewicht im Angriff dar, dass Evivo in der vergangenen Saison nicht hatte. Im Endeffekt war nur Nationalspieler Christian Dünnes da, um schwierige Aufgaben zu lösen. Das sieht jetzt anders aus.

Mindestziel ist erreicht

Das Mindestziel ist erreicht, jetzt folgt Phase zwei: Wenn die Saison ab Februar in die entscheidende Phase kommt, soll Olieman nicht nur eine Alternative zu Dünnes sein, sondern gleichberechtigt mit dem besten Angreifer der vergangenen Bundesliga-Saison. Klappt das, dann dürfte sich kaum ein Team in der Liga finden, dass ähnlich viel Angriffskraft hat. Wie gut der Niederländer sein kann, wissen die Deutschen nur zu gut. 2007, im Rahmen der Europaliga, spielten die Nachbarn in der Berliner Schmeling-Halle gegeneinander.

Deutschland führte im Tie-Break 13:11, Olieman stand für die Niederlande am Aufschlag. Als er damit fertig war, hatten die Gäste 15:13 gewonnen. Vielleicht steigt die Formkurve des 27-Jährigen noch ein Stück weiter an, weil Evivo am 3. November in eben jener Schmeling-Halle auf den SCC Berlin trifft. Möglicherweise grinst Michael Olieman dann noch eine Nummer breiter.
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