Die Dienstälteste hat viel zu erzählen

Von: Holger Richter
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So will Jana Franziska Poll auch am Samstagabend beim ersten Heimspiel jubeln. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Jana Franziska Poll muss selbst schmunzeln, wenn sie hört, dass sie mit ihren erst 22 Jahren die dienstälteste Spielerin bei den Bundesliga-Volleyballerinnen der Alemannia ist. Seit 2008 spielt die gebürtige Meppenerin für die „Ladies in Black”, so lange wie keine andere Spielerin im zehnköpfigen Bundesliga-Kader.

Es hat sich viel getan in den vergangenen beiden Jahren, die die Alemannia-Volleyballerinnen in der höchsten deutschen Spielklasse verbracht haben. Die einzige, die den „Neuen” davon erzählen kann, ist eben Jana Franziska Poll. Und das hat sie in den vergangenen Tagen vor dem ersten Heimspiel der neuen Saison am Samstag, 4. Dezember, um 19 Uhr gegen das Team von Allgäu Sonthofen auch zur Genüge getan.

„Ich habe meinen Teamkolleginnen erzählt, wie die Halle aussieht mit all den Bannern und Fahnen, ich habe erzählt, dass die Fans lange bevor´s losgeht singen und was für eine tolle Stimmung in der Neuköllner Straße bei Heimspielen herrscht”, zählt die Diagonalspielerin auf.

Auch vom engen Kontakt mit den Fans hat Jana Franziska Poll ihren Mitspielerinnen erzählt. „Nach dem Spiel klatschen wir mit den Fans ab, und wenn wir hoch in den VIP-Bereich wollen, dann müssen wir auch quer durch die Zuschauer klettern.” Und dabei komme man sich eben näher, so dass „wir viele der Zuschauer inzwischen kennen”, sagt Poll. „Das ist wie eine große Familie.” Eine Familie, die aber noch Platz für Nachwuchs hat. „Es gibt keine Familie, die nicht noch wachsen könnte.”

Und alte oder neue Familienmitglieder können sich auf eine faire Atmosphäre einstellen, denn „Fairness und Respekt sind beim Volleyball eine Selbstverständlichkeit”, sagt Heinz Maubach. So werde das gegnerische Team beim Einlaufen „nicht ausgepfiffen, sondern beklatscht”, berichtet der Volleyball-Abteilungsleiter der Alemannia. Geht es nach Jana Franziska Poll, dann gibt es nach dem Spiel den größeren Applaus aber für die Alemannia, denn: „Wir wollen auf jeden Fall gewinnen.” Ein Sieg wäre gleichbedeutend mit einem neuen Startrekord, denn nachdem das Saisonauftaktspiel auswärts beim VCO Berlin mit 3:0 gewonnen wurde, winkt nun gegen Sonthofen der zweite Sieg in Folge. Das hat selbst die dienstälteste Aachenerin noch nicht erlebt.
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