Aachen - Die 13 setzt bei den „Ladies in Black“ das Ausrufezeichen

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Die 13 setzt bei den „Ladies in Black“ das Ausrufezeichen

Von: Roman Sobierajski
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Und ab durch die Mitte: Aachen Kapitänin McKenzie Adams (Nummer 13) schlägt in der Partie gegen Potsdam durch den gegnerischen Block. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Die Freude in den letzten Wochen war groß, die Erleichterung ist aber auch zu spüren. „Meine Eltern haben mich besucht, um mich live spielen zu sehen“, erzählt McKenzie Adams, Kapitänin des Volleyball-Bundesligisten „Ladies in Black“ Aachen. „Aber, es ist doch auch wieder schön, seine Wohnung für sich allein zu haben.“

Die Besuche von „Adams Family“ aus Texas an der Neuköllner Straße sind auch für die anderen Besucher immer ein kleines Fest, denn Hallensprecher André Schnitker lässt keine Gelegenheit aus, ein feuriges „Yeehey“ an seine Ansagen zu hängen. „Das ist schon lustig“, meint Adams, „es fühlt sich ein bisschen wie Zuhause beim Rodeo an.“

In Puerto Rico gespielt

In der abgelaufenen Saison kam die 1,90 Meter große Außenangreiferin als letzte Spielerin des Kaders und auch ein wenig zufällig in Aachen an. „Ich habe vorher in Puerto Rico gespielt, habe dann aber ein Jahr Pause eingelegt. Aber, das war es nicht für mich, und ich bin dann nach Europa zum Vorspielen gekommen. Die Verantwortlichen in Aachen wollten mich dann. Also bin ich zufällig und absichtlich hier“, blickt die 25-Jährige auf die Anfänge zurück.

Im zweiten Jahr an der Neuköllner Straße trägt die Texanerin weit mehr Verantwortung, denn nun hat sie den „Dash“ auf dem Shirt, den Strich unter ihrer Trikotnummer 13, der sie als Kapitänin ausweist.

Eine Sonderrolle beansprucht McKenzie Adams für sich aber deswegen nicht: „Alle Spielerinnen sind extrem wichtig“, meint die Außenangreiferin, „aber die Kapitänin muss mit dem Schiedsrichter kommunizieren und Präsenz auf dem Platz zeigen“, umreißt sie ihre Rolle, die dennoch eine besondere Tücke birgt. Denn während die meisten der Unparteiischen Englisch verstehen und sprechen, bleibt der 25-Jährigen bei der „Humba!“ keine Wahl: „Das ‚Ausrufezeichen‘ auf Deutsch ist eine echte Herausforderung für mich. Das klingt schon ziemlich wild.“

Die Routine dafür dürfte mit der Zahl der Erfolge vor eigenem Publikum wachsen, auch wenn die nächste Aufgabe auswärts auf die „Ladies“ wartet: Am Samstag (19.30 Uhr) müssen die Aachenerinnen wie schon am ersten Ligaspieltag bei Vizemeister MTV Stuttgart antreten. Eine schwere Aufgabe, aber auch der kürzeste Weg zum Erfolg, denn mit nur drei Siegen steht man im Finale.

Zudem muss sich die Mannschaft von Aachens Trainerin Saskia van Hintum im ersten Aufeinandertreffen nur knapp geschlagen geben, und die Gründe für die knappe 1:3-Niederlage waren schnell gefunden: „Wir haben uns zu viele Fehler beim Aufschlag geleistet“, blickt die Außenangreiferin auf den letzten Auftritt in Stuttgart zurück. „Und wir haben unsere ehemalige Mitspielerin Nika Daalderop nicht in den Griff gekriegt. Aber das sind Details, an denen man arbeiten kann.“

Akribische Arbeit, Ehrgeiz und Fleiß sind Attribute, die zu Mc-Kenzie Adams gehören wie ihr Volleyball-Talent. Und so ist sie an diesem Nachmittag als Allererste an der Halle, wo das Video-Studium des Gegners und das Nachmittags-Training warten. Denn Erfolg wollen die Aachenerinnen auch im Pokal haben. „Egal, welcher Wettbewerb, wir wollen uns immer durchsetzen und die Strahlkraft der ‚Ladies‘ erhöhen“, sagt Aachens Kapitänin, die auch weiß, dass gerade im Volleyball die Psychologie eine wichtige Rolle spielt.

„Siege kreieren Siege“, bringt es Adams auf eine kurze Formel. Und für sie als Kapitänin haben die Erfolge noch einen weiteren Trainingseffekt: Mit jedem Sieg kommt das deutsche „Ausrufezeichen“ leichter von den Lippen.

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