Der zweite Libero ist für Evivo kein Thema

Von: Franz Sistemich
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Jeff Weiler ist der einzige Libero Dürens. Geht es nach dem Weltverband, dürfen die Teams zwei Liberos auf dem Spielberichtsbogen aufführen. Für Evivo ist ein zusätzlicher zweiter Kibero aber kein Thema. Foto: sis

Düren. Ohne Tim Elsner muss Volleyball-Bundesligist Evivo Düren am Samstag bei den Titans in Wuppertal antreten. Den Annahmespezialisten und Außenangreifer plagt eine Entzündung im Knie. Und so ist Elsner der zweite Akteur, auf den Trainer Sven Anton verzichten muss; denn der an der linken Hand operierte Alex Mayer kann frühestens Anfang Februar wieder am Training teilnehmen.

Während Trainer und Spieler sich auf das Regionalderby an der Wupper vorbereiten, stellen die Verantwortlichen von Evivo Düren schon Gedankenspiele über den Kader der neuen Saison an. Und dabei spielt ein Thema keine Rolle: der zweite Libero. „Mit diesem Aspekt beschäftigen wir uns nicht”, erklärte am Donnerstag Evivo-Geschäftsführer Rüdiger Hein.

Aus mehreren Gründen: Zum einen liegen die Überlegungen des Weltverbandes, den Kader von zwölf auf 14 Spieler zu vergrößern und einen zweiten Libero, der für Libero Nummer 1 eingewechselt werden darf (aber nicht zurück) zuzulassen, dem Internationalen Olympischen Komitee zur Prüfung vor. Denn die Mannschaftsaufstockung muss mit Blick auf die Olympischen Spiele vom IOC absegnet werden. Folglich haben auch der europäische Verband CEV und die Deutsche Volleyball-Liga noch keine Entscheidung getroffen. Folglich „ist es unwahrscheinlich, dass zur kommenden Spielzeit der zweite Libero eingeführt wird”, sagt Rüdiger Hein.

Und wenn doch? Trainer Sven Anton beispielsweise sieht in Libero Nummer 2 keinen Fortschritt für den Volleyballsport: „Zum einen kommt für Teams mit wenig Geld ein zweiter Libero nicht in Frage. Zum anderen ist es sinnvoller, dass Geld in einen guten Annahmespezialisten und Außenangreifer zu stecken.” Denn schließlich gehören zum erlaubten Aufgabengebiet eines Liberos keinesfalls offensive Aktionen.

Würde also ein Annahme/Außenspieler als zweiter Libero im Spielberichtsbogen eingetragen, würde sich der Coach eines Angreifers berauben. Der wirtschaftliche Aspekt ist auch ein Grund für Rüdiger Hein, einem zweiten Libero skeptisch gegenüber zu stehen: „In wirtschaftlichen Zeiten wie diesen ist es wichtiger, den Kader zu stärken als zu vergrößern.”

Außerdem verweist er darauf, dass ein zweiter Libero bei Evivo, legt man den aktuellen Kader zugrunde, nicht nötig sei: Vincent Lange kann auf der Position spielen, Sven Dick hat schon mehrfach bewiesen, dass er keine Notlösung wäre. Außerdem gebe es ja Aushilfs-Libero Till Lieber, der in diesen Wochen wichtige Studienprüfungen absolviert. Und so gilt eher die Frage: Wer ist Evivos Libero 09/10? Jeff Weiler hat nur einen Jahresvertrag. Macht ihm Düren ein neues Angebot? Geht Weiler zurück nach Kanada? Bleibt Lange? Kehrt Lieber zurück? Holt Düren Fabian Kohl vom VCO Berlin? Oder ist Nationalspieler Thilo Späth (Wuppertal) ein Kandidat?
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