Düren - Der Start einer neuen Serie für Evivo?

Der Start einer neuen Serie für Evivo?

Von: Guido Jansen
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Petko Tunchev, der junge bulgarisch-stämmige Belgier (vorne), hatte großen Anteil daran, dass Evivo beide Tie-Breaks gewinnen konnte. Foto: Guido Jansen

Düren. Christian Dünnes hat ein anderes Gesicht. Das zeigt der 2,07-Meter-Riese in Diensten des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren manchmal. Voraussetzung Nummer eins: Dünnes muss auf dem Feld stehen. Dann ballt er die Faust nach guten Aktionen oder ärgert sich über eigene Fehler.

Voraussetzung Nummer zwei: Das Spiel muss so sein wie der jüngste Auftritt seiner Mannschaft im Europapokal gegen die Belgier von Precura Topvolley Antwerpen. 165 Minuten Volleyball waren das, in denen mal die eine Mannschaft vorne war, mal die andere.

Auch Trommler erschöpft

Die Trommler des Fanklubs standen vor lauter lautstarker Arbeit am Rande der Erschöpfung. So geschehen in der ersten Hauptrunde des CEV-Europapokals zwischen Evivo Düren und Precura Topvolley Antwerpen. Düren hat ein Spiel gewonnen, in dem es schon mehrfach am Boden lag. Evivo musste gewinnen. Und das haben Dünnes und Co mit dem knappsten aller Ergebnisse in fünf Sätzen geschafft. Im fünften Durchgang lagen die Volleyballer von der Rur schon mit 4:7 hinten. Wenn seine Mannschaft dann trotzdem gewinnt, dann ballt Christian Dünnes beide Fäuste, schreit seine Freude laut heraus.

„Es war eine gute Leistung, dass wir das noch gewonnen haben”, sagte der wichtigste Evivo-Angreifer mit ein paar Minuten Abstand. Nüchterne Analyse war angesagt statt in Euphorie zu schwelgen. „Bisher haben wir in dieser Saison jeden Tie-Break verloren”, schob der 26-Jährige hinterher. Wenn es bisher knapp wurde, dann hat nicht viel geklappt. So geschehen in Mitteldeutschland und beim Hinspiel in Antwerpen. Jetzt hat Evivo gleich zwei Feuerproben bestanden. Zunächst den Tie-Break im Rückspiel gegen Antwerpen. Dann den „sechsten Satz”, der entschieden hat, welches Team weiter im zweithöchsten europäischen Wettbewerb spielen darf. „Zwei Tie-Breaks zu gewinnen, bedeutet noch keine Serie. Es kommt darauf an, wie wir uns das nächste Mal präsentieren, wenn wir in einer solchen Situation sind”, sagte der Nationalspieler.

Positiv wertete er die Tatsache, dass Düren in beiden Sätzen einen Rückstand noch umbiegen konnte. Ein Grund dafür war das Zutun von Petko Tunchev. Der junge bulgarisch-stämmige Belgier erhielt erstmals längere Spielanteile und rechtfertigte das Vertrauen in den beiden Tie-Breaks. Der 20-Jährige nahm Last von Dünnes Schultern, indem er etliche wichtige Angriffe verwandelte. Ob Tunchev das Niveau hat, um die lange vermisste andere Angriffsoption zu sein, oder ob das Unbekümmerte eines Außenseiters sein Vorteil war, das müssen die kommenden Spiele zeigen. Eines hat sich in den 165 Minuten Krimi gezeigt. „Die Mannschaft hat viel Moral und Nerven bewiesen. Das ist gut”, bilanzierte Trainer Sven Anton. Weiter geht es im nationalen Pokal mit dem Achtelfinale. Am Sonntag um 16 Uhr ist Evivo beim Zweitligisten TG Rüsselsheim klarer Favorit. „Das müssen wir gewinnen. Mehr gibt´s da nicht zu sagen”, so des Trainers Vorgabe. Im Europapokal geht es in der zweiten Dezemberwoche weiter.

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