Der Rat an die Evivo-Spieler: Unbekümmert auftreten

Von: jan
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Düren. „Die sollen sich keinen Kopf machen. Einfach drauf hauen.” Viel hatte Sven Anton am Dienstag nicht zu erzählen. Die Vorgabe, die der Trainer des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren seinen Spielern für die Partie mit auf den Weg gibt, klingt nach einem lauten Klatsch, knackig und kurz.

Zuletzt hatte das mit dem Draufhauen nicht unbedingt geklappt. Im Europapokal gegen Precura Topvolley Antwerpen soll das anders sein. Um 19.30 Uhr wird in der Arena Kreis Düren das Rückspiel in der ersten Runde des so genannten CEV-Cup angepfiffen. Vor Wochenfrist hat Evivo 2:3 verloren. Unnötig und ärgerlich war die Niederlage.

Vergessen, den Sack zuzumachen

Denn Düren spielte über weite Strecken besser, hatte aber vergessen, den berühmten Sack zuzumachen. Deswegen stehen Antons Volleyballer jetzt unter Druck. Sie müssen gewinnen; nicht nur das Spiel, sondern auch den anschließenden Tie-Break, der dann entscheidet, wer in die zweite Runde einzieht. Eine derartige Situation mit einem Entscheidungssatz hat es in der Arena Kreis Düren bisher noch nicht gegeben. Es riecht nach Krimi.

Verliert Evivo, dann ist die Mannschaft raus aus dem CEV-Cup und startet eine Etage tiefer im kleinsten europäischen Wettbewerb, dem Challenge Cup. Interessante Randnotiz: Hier könnte der Gegner dann Mallorca heißen. Ein Beinbruch wäre der Abstieg nicht, die Gegner sind ähnlich stark, Preisgeld und Renome sind aber nicht ganz so hoch.

Ans Verlieren denkt Anton nicht. Denn in der Arena hat seine Mannschaft in dieser Saison alles gewonnen. Am Sonntag gegen den TV Bühl zeigte sich Düren schon verbessert im Vergleich zum Spiel in Antwerpen. Die Annahme der gegnerischen Aufschläge war sicherer. Darauf will Anton aufbauen. Jetzt soll der Angriff über die linke Netzseite verbessert werden. Nikolai Kracht und Christoph Eichbaum sind hier gemeint. Beide sind für die Annahme zuständig, beide greifen meistens über Links an. „Die machen sich viel zu viele Gedanken”, hat der Trainer ein Problem herausgefunden. Die Belgier sind unbekümmerter. Da feiern die Spieler jeden Punkt so ab als sei es gerade der Matchball zum Weltmeistertitel gewesen. Genau diese gute Stimmung will Sven Anton den Belgiern heute vermiesen.
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