Der nächste Verletzte bereitet Evivo Sorgen

Von: jan
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Starkes Spiel in Unterhaching:
Starkes Spiel in Unterhaching: Evivo-Angreifer Christian Fromm (rechts) konnte die Niederlage trotzdem nicht verhindern. Foto: Guido Jansen

Düren/Unterhaching. Es ist die erwartete Niederlage geworden: In der Volleyball-Bundesliga hat Evivo Düren sein Auswärtsspiel beim ungeschlagenen Tabellenführer Generali Haching mit 1:3 verloren. Immerhin: Evivo hat das in der Bundesliga seltene Kunststück geschafft und dem bisher so dominanten Pokalsieger einen Satz geklaut.

25:23, 16:25, 18:25, 15:25 lauteten die Satzergebnisse der letztlich deutlichen Niederlage.

Die positive Nachricht: Laut Trainer Söhnke Hinz hat Düren beim Meisterschaftsfavoriten phasenweise sehr gut gespielt. „Vor allem der ersten Satz war Volleyball auf hohem Niveau”, lobte der Trainer. Stark war Außenangreifer Christian Fromm, eine gute Leistung lieferten die Blocker Jaromir Zachrich und Georg Klein ab. „Christian hätte im Angriff noch ein paar Bälle mehr kriegen müssen. Aber das war heute eine schwierige Situation”, so Hinz.

Schwierig, weil Düren zu Beginn von Satz zwei einen Rückschlag hinnehmen musste. Der US-Amerikaner Joe Deimeke knickte mit dem Fuß um und konnte nicht mehr weiter spielen. Wie schwer die Verletzung ist wird sich heute herausstellen. Hinz hofft, dass Deimeke nicht länger ausfällt. „Er hat sich nicht beim Springen verletzt, sondern beim Laufen. Ich habe die Hoffnung, dass es nicht ganz so schlimm ist”, sagte der Evivo-Coach. Wenn doch, dann muss Düren gleich zwei Spieler finden. Einmal den Ersatz für Mittelblocker Stefan Hübner, einmal ein Spieler, der im Außenangriff einspringt. Schließlich fällt Tim Elsner noch lange aus. „Wir hatten schon damit zu kämpfen, dass wir uns an eine neue Aufstellung gewöhnen mussten”, schilderte Hinz die ersten Ballwechsel. Dann fing sich Düren, gewann den ersten Satz.

Bis Deimeke vom Feld musste. Nicolai Kracht kam für ihn und machte seine Sache gut. Mit der Aufgabe, den nächsten Wechsel innerhalb kurzer Zeit zu verkraften, war Düren als Mannschaft etwas überfordert. „Haching ist dann einfach so stark, dass sie das ausnutzen können”, beschrieb der Trainer. Immer dann, wenn Düren wackelte, zogen die Bayern um die ehemaligen Dürener Christian Dünnes und Max Günthör an und holten richtungsweisende Vorsprünge heraus.

Jetzt bleibt abzuwarten, welches Fazit Düren letztlich aus der erwarteten Niederlage ziehen kann. Kommt Deimeke schnell zurück, dann stabilisiert sich die ohnehin vom Verletzungspech gebeutelte Mannschaft. Fällt der Amerikaner aus, dann ist die Gefahr groß, dass die Verunsicherung, die Düren schon einige wichtige Spiele gekostet hat, wieder ausbricht.
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