Der Fall Dünnes: Die DVL will bis Freitag urteilen

Von: Jörg Abels
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Archivbild: Christian Dünnes ist schmerzfrei und wird gegen den TV Rottenburg in der Paul-Horn-Halle in Tübingen wieder in der Startformation stehen. Foto: Abels

Düren. Bis Freitag wollen Bundesliga-Staffelleiter Hartmut Bannitza und der Vorstand der Deutschen Volleyball-Liga entscheiden, ob und wie lange Dürens Christian Dünnes nach seinem Schubser gegen einen Linienrichter im Spiel gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen gesperrt wird.

Das bestätigte Liga-Geschäftsführer Thorsten Endres am Dienstag auf Nachfrage. Dabei steht das Vergehen selbst erst einmal nicht unmittelbar im Fokus.

Zuerst einmal müsse geklärt werden, ob der Vorfall, der von den beiden Hauptschiedsrichtern während des Tiebreaks überhaupt nicht wahrgenommen und geahndet wurde, nachträglich noch sanktioniert werden kann oder ob es sich um eine Tatsachenentscheidung handele, die im Nachhinein nicht mehr zu einer Disqualifikation des Spielers führen darf. Die Entscheidung über diese verfahrenstechnische Frage werde der Staffelleiter in enger Absprache mit dem DVL-Vorstand treffen, erklärte Endres, ohne mit Blick auf das schwebende Verfahren eine persönliche Einschätzung abgeben zu wollen.

Dass die Schiedsrichter den Verstoß erst nach Spielende eintrugen, nachdem beide Spielführer den Spielberichtsbogen unterschrieben und damit die Richtigkeit der Angaben bestätigt hatten, spiele dabei laut Endes erst einmal eine untergeordnete Rolle. Auf jeden Fall hat Evivo Protest gegen die Eintragung eingelegt. Auch mit ihm muss sich die Liga-Spitze nun beschäftigen.

Man werde sich streng an die Spielordnung halten, versicherte Endres. Sollte die nachträgliche Disqualifikation rechtens sein, droht Dürens Hauptangreifer eine Sperre zwischen vier und sechs Wochen. Dies sieht das Statut bei einer Tätlichkeit vor. Das genaue Strafmaß werde dann vom DVL-Vorstand festgelegt. Wird Dünnes gesperrt, fehlt er Evivo auch beim Pokalfinale am 7. März in Halle, was Dürens Chancen deutlich minimieren würde.
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