Düren - Dank Dünnes steht Evivo im Pokalhalbfinale

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Dank Dünnes steht Evivo im Pokalhalbfinale

Von: Jörg Abels und Franz Sistemich
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Mit Biss und gewaltiger Durchschlagskraft - im Bild gegen den Ex-Dürener Holschen (r.) und Smedins - brachte Christian Dünnes Evivo im 2. Satz zurück ins Spiel und avancierte zum „Mann des Tages”. Foto: Abels

Düren. Die erste Hürde auf dem Weg zum Pokalfinale im westfälischen Halle hat Evivo genommen: Angetrieben von einem überragenden Christian Dünnes kämpften Dürens Volleyballer am Sonntagabend den SCC Berlin in einem Volleyball-Krimi mit 3:2 in die Knie.

Nach der geglückten Revanche für die 1:3-Bundesliga-Niederlage aber bescherte Glücksfee Angelina Grün Evivo gleich die nächste Hürde. Im Halbfinale am 30. Dezember müssen Dünnes & Co. gegen den VfB Friedrichshafen ran. Einziger Lichtblick: Die Partie findet in Düren statt und ist zumindest „wirtschaftlich attraktiv, wie Geschäftsführer Rüdiger Hein betonte.

Die Berliner begannen stark: Nahezu ohne Gegenwehr des Dürener Blocks punkteten der Lette Smedins, vor allem aber der auch im Aufschlag bärenstarke Kubaner Oliva im ersten Satz über Außen, während Dürens Annahme ohne den an der Schulter verletzten Alexander Mayer große Schwächen zeigte. Knapp 1400 Zuschauer mussten mit ansehen, wie die Berliner dort anknüpften, wo sie beim 3:1-Sieg in der Arena aufgehört hatten.

Doch dann wendete sich das Blatt. Evivo-Coach Anton reagierte und brachte den 20-jährigen Nicolai Kracht für den angeschlagenen Niederländer Ren Reinarts zur Stabilisierung der Annahme. Und Christian Dünnes zeigte plötzlich Biss. Dürens Hauptangreifer brachte sein Team unter den Augen seines Vorgängers Heriberto Quero (jetzt TV Bühl) und des früheren Evivo-Trainers Bernd Werscheck nahezu im Alleingang zurück ins Spiel. Spätestens beim Satzausgleich stand die Arena kopf.

Die Zuschauer erlebten zwei Teams auf Augenhöhe, die sich im dritten Durchgang nichts schenkten. Vier Punkte lag Evivo bereits in Führung (16:12), doch die Berliner kämpften sich zurück, gingen sogar 23:22 in Führung - Spannung pur, Verlängerung - nichts für schwache Nerven.

Doch selbst von fünf vergebenen Satzbällen ließen sich die Dürener - allen voran Christian Dünnes - nicht beirren. Der Italien-Rückkehrer war es dann auch, der den Sack zum 31:29 zumachte. „Einfach Weltklasse”, jubelte Evivo-Fan Helli Schmitz auf der Tribüne.

Doch von der erhofften Vorentscheidung konnte keine Rede sein. Bis zum 10:10 verlief zwar auch der 4. Satz ausgeglichen, dann aber schwächelte erneut Dürens Annahme, der Berliner Block wurde stärker und auch Antons Wechsel auf der Zuspielerposition (Kühner für Wiederschein) verpuffte. Die Berliner glichen aus - Tiebreak.

Beide Teams schenkten sich nichts. Keine Mannschaft konnte sich bis zum 12:12 absetzen. Mit drei Punkten in Folge ließen Dünnes & Co. dann aber die Arena erbeben und sich von den Fans feiern.

Ein Wort noch zu Alex Mayer: Eine Kernspintomografie erbrachte am Freitag keine neuen Erkenntnisse. Am Mittwoch nun soll die Schulter des Angreifers geöffnet und eventuell sofort operiert werden. Aber auch ohne OP wird Mayer mindestens noch einen Monat ausfallen und damit auch im Pokalhalbfinale am 30. Dezember gegen den VfB fehlen. Als Ersatz hat Evivo am Wochenende den kanadischen Nationalspieler Tim Gourlay verpflichtet.
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