Bei einer Niederlage muss Evivo den 5. Platz abschreiben

Von: Franz Sistemich
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Düren. Nach dem Hinspiel waren sich alle einig: „Die Moerser”, sagten Trainer, Spieler, Fans und Funktionäre von Evivo Düren unisono, „haben nicht gesiegt, weil sie gut, sondern weil wir schlecht waren.”

Dem MSC genügte eine durchschnittliche Leistung, um in Düren 3:0 zu gewinnen. Es war die Zeit, in der Trainer-Novize Sven Anton jedem verkündete: „Unsere Zeit beginnt erst im Dezember.” Im letzten Monat des Jahres gab es zwar noch die Niederlagen gegen Generali Haching in Meisterschaft und Pokal, doch seitdem lautet die Sieg-Niederlagen-Bilanz: 8:3.

Bisheriger Höhepunkt: Evivo stürzte Spitzenreiter SCC Berlin. Und die Anton-Schützlinge fuhren den ersten von zwei gewünschten Erfolgen gegen Spitzenteams ein. Nun hat Evivo noch zwei Gelegenheiten, den Großen der Liga in der Normalrunde zu zeigen: „Wir sind wieder da!”

Die erste ergibt sich am Montag: Um 20.15 Uhr erfolgt der Aufschlag in der Sporthalle des Adolfinum-Gymnasiums in Moers. Düren kann in Bestbesetzung antreten. Nur der an der Hand operierte Alex Mayer fehlt weiterhin.

Optimistisch fährt Evivo von der Rur an den Niederrhein, obwohl die Moerser in dieser Saison in einer Schulsporthalle antreten müssen. Düren hat sich intensiv auf diese Situation vorbereitet: Raus aus der Arena, rein in die Sporthalle an der Euskirchener Straße. In der früheren Heimstatt der Dürener Volleyballer hat Sven Anton seine Jungs speziell Aufschlag und Annahme üben lassen.

Denn in Moers dürfen die Annahmespezialisten um Libero Jeff Weiler den Ball nicht so hoch wegspringen lassen wegen der niedrigeren Deckenhöhe. Und da die Annahme das A und O eines erfolgreichen Angriffsspiel ist, liegt ein Schwerpunkt naturgemäß in der Entschärfung des gegnerischen Aufschlags.

Doch nicht nur auf die kleine Halle, sondern auch auf eine andere Spielweise des MSC müssen sich die Gäste einstellen: Weil Georg Grozer jun. seit dieser Saison für den VfB Friedrichshafen schmettert, „ist das Spiel des MSC unberechenbarer geworden”, erklärt Anton.

Allerdings: „Wenn wir unser Spiel durchziehen wie gegen den SCC, ist mir nicht bange!” Auch glaubt der Coach nicht, dass auf seinem Team ein größerer Druck lastet als auf dem MSC; denn eigentlich handelt es sich um ein Vier-Punkte-Spiel, da die Gastgeber, die vielleicht auf den Niederländer Joram Maan verzichten müssen, als Tabellenfünfter vier Punkte vor Düren liegen. Also ist klar: Bei einer Niederlage muss Evivo den 5. Platz abschreiben.

„Aber”, sagt Anton, „den 6. Platz kann uns keiner mehr nehmen.” Damit die Rur-Volleyballer im Kampf um Rang 5 weiter ein gewichtiges Wort mitreden können, ist auch wieder ein Heriberto Quero in Berlin-Form gefragt. In Moers ist der Respekt vor dem Venezolaner jedenfalls nach seinen 24 Punkten und einer Angriffsquote von 76 Prozent gewaltig.
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