Auf Evivo warten schwere Brocken

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:

Düren/Berlin. Volleyball-Bundesligist Evivo Düren kommt offenbar immer besser in Fahrt. Das beweist nicht zuletzt der 3:1-Auswärtssieg beim VC Olympia Berlin. „Das war jetzt kein berauschendes Volleyballspiel”, schildert Trainer Sven Anton. „Aber wir haben gewonnen. Und das zählt.”

Vor allem, da die Dürener Mannschaft personell stark angeschlagen war. Angreifer Tim Elsner war zwar nach seinen Knieproblemen zurück im Kader, wurde jedoch noch geschont.

Heriberto Quero und Alexander Mayer haben die Reise erst gar nicht mitgemacht, sodass Anton auf drei Angreifer verzichten musste. Am Wochenende ist Evivo spielfrei, eine Woche später tritt man auswärts gegen den Meister VfB Friedrichshafen an. „Wir haben jetzt ein paar Tage Zeit, um unsere gesundheitlichen Probleme auszukurieren”, so Anton.

Mit dem Sieg in Berlin haben die Dürener Volleyballer sieben der vergangenen acht Partien gewonnen. Die Erfolge kamen alle gegen Mannschaften zu Stande, die in der Tabelle mittlerweile schlechter platziert sind. Das soll nicht als Abwertung der Dürener Leistung verstanden werden, sondern als Bestätigung, dass die Mannschaft langsam aber sicher in der Lage ist, konstant auf einem guten Niveau zu spielen.

Nur so war es möglich, dass die Anton-Truppe innerhalb von zwei Monaten drei Plätze in der Tabelle nach oben klettern konnte und den Rest des Mittelfeldes distanziert hat. Evivo hat den sechsten Platz und damit die Teilnahme an der Playoffs-Endrunde so gut wie sicher, weil es sich nicht an den Überraschungen, die die Liga derzeit so interessant machen, beteiligte. Evivo war sieben Mal Favorit und hat sieben Mal gewonnen - eine Leistung, die zuletzt kein anderes Team zu bieten hatte.

Jetzt hofft Sven Anton allerdings, dass seine Truppe in den kommenden Wochen doch für eine Überraschung sorgen kann. Angefangen mit Friedrichshafen folgen die Spiele gegen die ersten vier Mannschaften der Liga. „Wir können jetzt ohne Druck in diese Spiele gehen”, so der 38-Jährige. Das Selbstvertrauen ist da.

Spätestens seit Berlin. Da hat Evivo bewiesen, dass die Mannschaft so gefestigt ist, dass sie trotz personeller Probleme schwere Aufgaben bewältigen kann. Das war der Auftritt bei den Junioren nämlich. „Das sind gute Jungs”, sagt der starke Mittelblocker Malte Holschen nach der Partie. „Düren war einfach cleverer als wir”, betont Fabian Kohl, Libero beim VCO, der als einer der Kandidaten bei Evivo für die Nachfolge von Jeff Weiler gilt, falls dieser zurück nach Kanada gehen sollte.

Und Düren hatte eine Überraschung auf Lager: Sven Anton hat Sebastian Kühner, der eigentlich Spielmacher und kein Angreifer ist, im Angriff gebracht. Im Training hat der 21-Jährige seinen starken linken Arm schon häufiger unter Beweis gestellt. Jetzt durfte er das auch im Spiel tun. „Das hat Spaß gemacht”, so der angreifende Spielmacher. „Am Ende war s allerdings sehr anstrengend. So viele Angriffe bin ich dann doch nicht gewohnt.”
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