Anton wäre vorher mit dem 1:3 „einverstanden” gewesen

Von: pl
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Vom Zuspieler gesucht und gefunden: Dürens wichtigster Angreifer Christian Dünnes. Hachings Block ließ sich von dieser Variante aber nicht wirklich überraschen. Foto: Sistemich

Düren. Raus mit Applaus! Und rein? Rein ging es am Samstagabend für die Volleyballer Evivo Dürens mit „Schmackes”. Die Gastgeber überraschten Generali Haching im ersten Satz mal eben mit der besten Saisonleistung.

„Düren hat uns wirklich überrumpelt”, gestand Hachings Mittelblocker Max Günthör, der ja selbst einmal ein Jahr in Dürener Diensten stand. 1:8 lagen die Gäste nach wenigen Minuten in Rückstand.

Isaak und seine Flatteraufschläge

Felix Isaak hatte seine berüchtigten Flatteraufschläge produziert, mit denen Hachings Annahme nicht wirklich etwas anzufangen wusste. Und was dann doch in Richtung Dürener Spielfeldhälfte zurückkam, endete im Block oder mit einem Eigenfehler. Ein „Hoch auf die Bank”, konnte Günthör deswegen zu Recht sagen. Denn Hachings Trainer Mihai Paduretu wechselte emsig, konnte den Satzverlust damit zwar nicht abwenden, sein Team aber „reseten”. Denn ab dem zweiten Durchgang gingen die Hachinger professioneller zu Werke. Trotzdem hätte Düren mehr als den ersten Satz gewinnen können.

„Wenn Du mir vor dem Spiel gesagt hättest, wir verlieren 1:3, wäre ich einverstanden gewesen. Jetzt bin ich es nicht”, ärgerte sich Dürens Trainer Sven Anton über die „vielleicht nie mehr wiederkommende” Chance, den Favoriten nicht nur zu ärgern, sondern zu stürzen. Anton sah vor allem, „dass wir wie die Stiere kämpfen und dann drei, vier leichte Fehler machen.”

„Fehler” machte auch der 1. Schiedsrichter, der im zweiten Satz einige unglückliche Entscheidungen traf - immer zu Lasten Evivos. Ob das Schuld daran war, dass die Gastgeber in Durchgang 3 gleich mit 0:8 und 1:10 hinten lagen?

Es spricht mehr für die Theorie von Dürens Stefan Hübner, „dass beide Teams phasenweise hochklassig, dann aber wieder sehr ungenau spielten.” Denn in der nächsten „Hochklassig-Phase” holte Düren bis zum 14:14 auf, führte sogar zweimal, um den Satz doch noch abzugeben. Mitverantwortlich dafür war ein Hachinger namens Roko Sikiric, auf der Diagonalposition eingewechselt, dessen Aufschläge waffenscheinpflichtig sind. Dürens „Stand-by”-Libero Till Lieber entschärfte zwar einige - und wurde dafür als bester Dürener Spieler geehrt - auf Dauer waren die Gastgeber aber dem Druck nicht mehr gewachsen. Zumal Christian Dünnes - in der nächsten Saison Hachinger - nach eigener Aussage „nicht den besten Tag” erwischt hatte, und bei 48 Angriffsversuchen immerhin neunmal geblockt wurde.
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