Schwerin/Aachen - Angriff der „Ladies“ kann Schwerin nicht schrecken

Angriff der „Ladies“ kann Schwerin nicht schrecken

Von: rom
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Zu selten brachten die Aachener Angreiferinnen wie hier Srna Markovic den Ball in der gegnerischen Hälfte unter.

Schwerin/Aachen. Fast, aber auch nur fast, wäre das Vorhaben der „Ladies in Black“ Aachen gelungen, den Schweriner SC im ersten Play-off-Spiel um den Einzug ins Halbfinale zumindest zu ärgern. Doch nach knapp 90 Minuten stand vor 1592 Zuschauern ein 0:3 (22:25, 16:25, 26:28) auf der Anzeigetafel.

Und Aachens Trainer Marek Rojko fand anschließend auch deutliche Worte bei der Analyse: „Unsere Angriffsleistung war erbärmlich. Das Zusammenspiel der Außenangreiferinnen und der Zuspielerin im Ganzen hat nicht funktioniert.“

Dabei hatten die „Ladies“ gegen die Mannschaft von Schwerins Trainer Felix Koslowski durchaus gut begonnen, hielten den Satz bis zur zweiten technischen Auszeit offen. Doch dann zog Schwerin auf fünf Punkte Vorsprung davon. Rojko wechselte im Zuspiel Marija Pucarevic gegen Ron Ponte aus. „Und Ron hat ihre Sache ganz gut gemacht und mehr Fantasie ins Spiel gebracht“, bewertete der 37-Jährige den Auftritt der Israelin. Mit zwei starken Blockaktionen und ein wenig Glück beim Aufschlag kämpften sich die „Ladies“ noch einmal heran, konnten den ersten Satzball noch abwehren, mussten den Durchgang aber dennoch abgeben.

Zweite Hälfte „gewonnen“

Direkt danach bahnte sich ein Debakel an, das man wohl nur als Play-off-Phänomen verstehen kann: Aachens Coach musste direkt zum Auftakt beim Stand von 0:4 die erste Auszeit nehmen, hatte mit dieser Maßnahme aber nur wenig Erfolg, denn als der Schiedsrichter zur ersten technischen Auszeit pfiff, hatten die „Ladies“ immer noch keinen einzigen Punkt. Den bescherte den Aachenerinnen ein Angriffsfehler des SSC, doch der Zwischenstand von 3:16, war aus Gästesicht auch nicht unbedingt Mut machend.

Doch selbst aus dieser Situation konnte Aachens Coach in der mentalen Auseinandersetzung mit dem Gegner noch etwas Positives ziehen: „Die zweite Hälfte des Satzes haben wir dann gewonnen.“ Tatsächlich konnten die „Ladies“ noch 13 Punkte erzielen und das Satzergebnis einigermaßen erträglich gestalten. Dennoch lag das Team bereits nach 52 Minuten mit 0:2 im Hintertreffen.

Von der kämpferischen Einstellung her hatte das Zwischenergebnis aber keinen negativen Einfluss, im Gegenteil: Die „Ladies“ zeigten im dritten Satz ihre beste Leistung, setzten Schwerin unter Druck. Bei 25:24 hatten die Aachenerinnen sogar einen Satzball, den ein Angriffsschlag von Laura Weihenmaier aber zunichte machte. Und so setzte sich der Favorit dann doch noch ohne Satzverlust mit 28:26 durch.

Bis zum nächsten Aufeinandertreffen, das am Mittwoch (19.30 Uhr) in der Halle an der Neuköllner Straße stattfindet, dürfte noch einiges an Arbeit auf das Trainerteam warten. „In dieser Saisonphase kommt es nur darauf an, an der mentalen Verfassung zu arbeiten. Wir müssen über unser Limit hinausgehen, um Schwerin eine Niederlage beibringen zu können“, glaubt Aachens Coach und benennt auch die entscheidenden Punkte: „Wir müssen die erste Begegnung aus den Köpfen kriegen, und ich brauche Spielerinnen, die mental stark und bereit sind, alles zu geben. Sonst wird das unser letztes Spiel.“

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