Aachen - Alemannias Volleyballerinnen erhalten breite Unterstützung

Alemannias Volleyballerinnen erhalten breite Unterstützung

Von: Roman Sobierajski
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Wenden Aachens Volleyballerinnen der Alemannia den Rücken? Auch eine Woche vor Fristende gibt es von Vereinsseite keine Unterschrift unter den Lizenzantrag für die Bundesliga. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Die Liste der Solidaritätsbekundungen ist lang, und sie ist beeindruckend: „Wenn ihr Unterstützung braucht, sagt bitte Bescheid. Wir sind sicher, dass ihr durch euer Auftreten in Deutschlands Volleyballstandorten bei den Fans und Vereinen immer einen dicken Stein im Brett habt“, lautete ein Posting auf der Facebook-Seite der „Ladies in Black“.

Absender des Unterstützungsangebots für die Bundesliga-Volleyballerinnen von Alemannia Aachen: Der Fanklub „Suhl Dynamics“, obwohl der VfB Suhl als Gegner der letzte Strohhalm im Kampf um den sportlichen Klassenerhalt und somit direkter Konkurrenz war. „Ihr habt die volle Unterstützung aus Dresden“ reiht sich neben Erklärungen aus Wiesbaden und Köpenick. „Wir brauchen euch und eure Mädels.“

Von Seiten des eigenen Vereins scheint allerdings ein angespannteres Verhältnis zur höchstklassigen Abteilung zu bestehen. „Wir werden in der kommenden Woche eine Erklärung abgeben, es sind noch einige Sachen zu klären“, ist die einzige Aussage von Vize-Präsident Helmut Kutsch nach dem Treffen der Vereinsspitze mit Vertretern der Volleyball-Abteilung am Donnerstagabend. Zentrales Thema war (wie berichtet) die Frage, ob es auch in der kommenden Saison noch Profi-Volleyball unter dem Namen Alemannia Aachen geben wird. Bis zum 1. April muss der entsprechende Lizenzantrag für die Erste oder Zweite Liga bei der Deutschen Volleyball-Liga (DVL) vorliegen, entsprechend drängt die Zeit.

Auch bei den Vertretern der Volleyball-Abteilung ist die Auskunftsbereitschaft arg überschaubar. „Kein Kommentar“ ist der einzige Satz, den sich Bundesliga-Obmann Reinhard Strauch auf die Frage, ob das Treffen zu einem vermeldbaren Ergebnis geführt hat, entlocken lässt. Auch bei den weiteren Fragen, die sich in dem Zusammenhang aufdrängen – Leistung der notwendigen Unterschriften zur Lizenzerteilung durch die Vereinsführung, die mögliche Ausgliederung des Profiteams in eine Spielbetriebs-GmbH, die Chance, dass auch in der Spielzeit 2013/14 noch Profi-Volleyball in Aachen gespielt wird –, zeigt sich Strauch zugeknöpft. „Wir wissen, dass wir gewaltig unter Zeitdruck stehen, können aber zum jetzigen Zeitpunkt nichts sagen“, lautet die vielsagende Antwort.

Selbst bei der DVL sind nur Nicht-Auskünfte erhältlich. „Wir sind im Thema, aber die Kommunikation liegt wie verabredet beim Verein“, sagt DVL-Sprecher Daniel Sattler – und erklärt anschließend detailliert die Unterschiede der beiden in den Statuten verankerten Möglichkeiten zwischen „Spielrechtsübertragung“ und „Spielrechtsübergang“. Für die erste Variante müssen sich der abgebende Verein, also die Alemannia als Inhaberin des Bundesligaspielrechts, und ein zur Aufnahme gewillter Verein einig sein und zudem vier Spielerinnen des aktuellen Kaders mit Minimum je fünf Einsätzen auf dem Konto zum neuen Klub wechseln.

Für Variante zwei wäre keine Einigung mit der Alemannia nötig, falls dort kein Interesse mehr besteht, unter diesem Namen und diesem Logo am Profi-Spielbetrieb teilzunehmen. Dann könnte entweder die komplette Volleyball-Abteilung oder wahlweise nur die Frauen oder die Männer den Verein wechseln, sobald sich 75 Prozent der Abteilungsmitglieder mit Spielerpass dafür entscheiden.

Chancen stehen nicht schlecht

Sollten sich die Wege zwischen den Bundesliga-Volleyballerinnen und Alemannia Aachen tatsächlich trennen, stehen zumindest die Chancen auf Erstklassigkeit auch in der nächsten Spielzeit nicht schlecht: „Wir gehen nicht davon aus, dass es einen Lizenzantrag von einem Zweitliga-Klub geben wird“, erklärt Sattler eine Woche vor Fristablauf. „Die Chancen für die sportlich abgestiegene Mannschaft stehen dann nicht schlecht.“ Bleibt nur die Frage, ob der Bundesligist dann immer noch Alemannia Aachen heißt.

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