Alemannia: Personelle Probleme im Mittelpunkt

Von: eck
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Heute als Libera? Nikolina Kovacic könnte Paulina Biranowska auf der Position ersetzen. Foto: Birkenstock

Aachen. Erklärungen für Gewesenes – und damit nicht mehr zu Änderndes – wollte und will Stefan Falter nicht suchen. Der Trainer von Alemannia Aachens Bundesliga-Volleyballerinnen gab und gibt Lösungen für Kommendes den absoluten Vorrang.

Bei der Umsetzung seines Vorhabens wird dem 47-Jährigen allerdings eine gehörige Portion Geduld abverlangt. Vor der Partie am  Sonntag (18 Uhr, Halle Neuköllner Straße) gegen den USC Münster standen eher die personellen Nöte im Mittelpunkt.

Und in dieser Hinsicht hat es die „ladies in black“ ganz böse erwischt. Da ist die ansonsten sehr positive Nachricht, dass Außenangreiferin Laura Weihenmaier nach ihrem Bänderriss im Sprunggelenk täglich vier Stunden bei Physiotherapeut Frank Tresemer arbeitet, allenfalls ein schwacher Trost. Libera Paulina Biranowska war für zehn Tage krank geschrieben und hat demzufolge seit der Partie in Vilsbiburg am 22. Dezember mit dem Training aussetzen müssen. Wenn die dadurch bedingten Defizite eine Pause nötig machen, wird „Plan B“ aus der Schublade geholt. „Wir werden kurzfristig entscheiden, ob Nikolina Kovacic die verantwortungsvolle Position einnimmt“, schaut Stefan Falter nach vorne. „Möglich ist auch, dass Julia van den Berghen eingesetzt wird.“

Das Fragezeichen hinter dem Einsatz von Mittelblockerin Angie Bland ist inzwischen weg. Die belgische Nationalspielerin hat eine MRT-Untersuchung vornehmen lassen. Das Ergebnis: Die schmerzhafte Entzündung in der Schulter ist abgeklungen. Dennoch erscheint das Risiko zu hoch, dass es einen Rückschlag geben könnte. „Unter den gegebenen Umständen haben wir im Grunde nur gruppenweise trainiert“, berichtet Stefan Falter. „Am Mittwochabend waren dann erstmals alle zusammen – aber eben nur die acht gesunden Spielerinnen.“ Über eine Nachverpflichtung – Suhl holte eine Brasilianerin, Dresden die US-amerikanische Nationallibera, bei Olympia in London mit Silber dekoriert – wurde in Aachen erst gar nicht nachgedacht. „Man hatte uns zwar eine Argentinierin angeboten, wir mussten aber abwinken, da einfach kein Geld vorhanden ist“, erklärte der Cheftrainer, der zu allem Überfluss auch noch seinen „Co“ verlor. Seit dem Jahresbeginn ist Istvan Molnar wieder in seiner ungarischen Heimat. Er trat an der Universität Budapest eine Assistentenstelle an. „Der Beginn dieses Engagements war ursprünglich für Anfang April geplant, was aber kurzfristig geändert wurde“, bedauert Falter, der jedoch volles Verständnis für die Entscheidung hat. Um zumindest das Training näher an das Wettkampfgeschehen zu bringen, sind interne Varianten besprochen worden. Zum Beispiel ist angedacht, dass Ruth Scheuvens aus dem Regionalliga-Kader wieder vermehrt einsteigt.

Zunächst einmal steht aber der Start in die – in Sachen Reihenfolge der Partien ziemlich umgekrempelte – Rückrunde an. „Münster hatte auch einige personelle Probleme, ist aber inzwischen wieder komplett“, weiß der Alemannia-Coach.

„Wir sind gespannt, wie stabil sich unser Gast präsentiert.“ Der Tabellenfünfte hat sechs Siege und fünf Niederlagen, vier davon auswärts, auf dem Konto. Besonders zu beachten sind die beiden Hauptangreiferinnen. In der Scorerliste belegen Hana Cutura und Lonneke Sloetjes die beachtlichen Plätze 3 und 8. Dieses Duo gilt es im Auge zu behalten, wenn die „ladies in black“ ihre Situation verbessern wollen. Sie sind mit vier Punkten Rückstand auf den rettenden zehnten Platz Tabellenvorletzter.

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