„Aggressiv zur Sache gehen” gegen Schwerin

Von: Roman Sobierajski
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Hinterließ im Training gute Eindrücke: Jennifer Schräder könnte in die erste Sechs Foto: Andreas Steindl

Aachen. Großen Illusionen gibt sich Stefan Falter nicht hin: „Um einen Satz zu gewinnen, müssten wir am absoluten Limit spielen, und die müssten eine Zeit lang neben der Spur sein”, schätzt der Trainer von Alemannia Aachens Bundesliga-Volleyballerinnen die Kräfteverhältnisse beim Heimspiel am Samstag an der Neuköllner Straße (19 Uhr) ein.

„Die”, das sind die Spielerinnen des Deutschen Meisters Schweriner SC, die in der Vorrunde nur ein Spiel abgegeben haben und nur deshalb nicht an der Tabellenspitze liegen, weil sie zwei Partien weniger absolviert haben als Wiesbaden.

Dass den „Ladies in Black” im Hinspiel gegen den übermächtigen Gegner bereits ein Satzgewinn gelungen ist, will Aachens Trainer nicht überbewerten: „Das ist so lange her, und außerdem war es für Schwerin das erste Saisonspiel.” Sollte es im Oktober beim siebenfachen Deutschen Meisters noch nicht ganz rund gelaufen sein, sieht die Lage mittlerweile ganz anders aus, schätzt Falter ein: „Ob der Schweriner Trainer nun die zweite Diagonalangreiferin oder die dritte Mittelblockerin aufs Feld stellt, ist völlig wurscht. Die Maschinerie läuft.”

Über die Startformation will Aachens Coach erst am Samstag endgültig entscheiden, da er erst am Freitagabend die Mannschaft nach dem strapaziösen Ausflug nach Suhl am Mittwoch wieder zum Balltraining zusammen hatte. Zumindest lässt sich der 44-Jährige noch zwei Optionen offen: „Jenny Schräder hat gute Eindrücke hinterlassen und könnte in die erste Sechs reinrutschen. Und bei Matilda Wikander habe ich von den Physiotherapeuten nach ihrer Verstauchung ein klares go bekommen.”

Gefürchtete Angriffsstärke

Um gegen den Schweriner SC, in der Liga vor allem wegen seiner Angriffsstärke gefürchtet, doch irgendetwas Zählbares holen zu können, sieht Stefan Falter nur eine Möglichkeit: „Wir müssen es schaffen, die Annahme vernünftig hinzukriegen. Nur dann kann man auch die komplette Handlungskette in bester Qualität bis zum Ende durchspielen. Damit steht und fällt unser Spiel.” Auch wenn auf der gegnerischen Seite „zwölf absolute Top-Spielerinnen im Kader stehen”, so Falter, gibt es keinen Grund das letzte Spiel vor der dann folgenden vierwöchigen Pause von vornherein abzuschenken: „Immerhin ist das ein Wettkampf. Und Wettkampf bedeutet, dass man aggressiv zur Sache geht”, erinnert der 44-Jährige an alte Alemannia-Tugenden.

Nur Zwischenstopp auf dem Weg im Europapokal

Tore Aleksandersen, Trainer des Schweriner SC, warnt sein Team davor, den vermeintlichen Underdog Alemannia Aachen auf die leichte Schulter zu nehmen: „Es ist keine Mannschaft, die nicht Volleyball spielen kann”, meint der Norweger. „Zudem haben sie Heimvorteil. In der Halle herrscht eine Riesenstimmung. So etwas kann eine Mannschaft wie Aachen auch zum Umschwung führen.”

Das Auswärtsspiel in Aachen ist für Schwerin jedoch nur ein Zwischenstopp. Am Donnerstag geht es für den SSC mit der Europapokal-Begegnung in Italien gegen Busto Arcizio weiter, in der es um den Einzug ins Halbfinale geht.

Prominenteste Spielerin des Gegners ist Sylvia Roll. Die Außenangreiferin trug 250 Mal das Nationaltrikot.
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