Düren - Abschied mit Moral: Powervolleys unterliegen Ankara

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Abschied mit Moral: Powervolleys unterliegen Ankara

Von: Franz Sistemich
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Stark im ersten Satz, trotzdem an Ankara gescheitert: Dürens Stijn D‘Hulst (links) und Tim Broshog. Foto: Jansen

Düren. Die SWD Powervolleys haben sich für diese Spielzeit von der Europapokal-Bühne verabschiedet: Die Spieler des sportlichen Aushängeschildes von Stadt und Kreis Düren verloren am Mittwochabend gegen den Tabellenzweiten der höchsten türkischen Liga, Ziraat Bankasi Ankara, auch das Rückspiel im Achtelfinale des CEV-Pokals.

Aber: Bei der 2:3-Niederlage (25:27, 18:25, 25:19, 25:23, 9:15) zeigten die Hausherren Moral, war ihr Ausscheiden doch bereits mit der 2:0-Führung der Gäste perfekt. Und so zollte Bernd Werscheck, der frühere Coach der Dürener, den Gastgebern Respekt: „Schade, dass Düren ersatzgeschwächt spielen musste. Aber die Jungs haben sich gegen das türkische Spitzenteam sehr gut verkauft.“

Es war klar, dass die Hausherren vor einer hohen Hürde stehen würden, dass das Erreichen des Viertelfinales eine sehr mühsame Aufgabe werden würde. Die Vorzeichen standen schließlich nach dem 0:3 im Hinspiel nicht gut. Dürens Coach Stefan Falter musste auf seine beiden besten Außenangreifer verzichten. Dirk Westphal fehlte wegen gebrochenen Daumens, Romans Sauss mit seinen Wadenproblemen. Aber: Julius Firkal, der vergangene Woche noch mit einem Virus-Infekt flachgelegen hatte, war wieder fit und bildete mit Karli Allik den Annahmeriegel gegen das türkische Team.

Die Mannschaft um den deutschen Nationalspieler Denis Kaliberda bestritt in der Arena Kreis Düren beileibe kein Auswärtsspiel. Rund 150 türkische Anhänger feuerten frenetisch an. Die nur 650 Anhänger der Powervolleys hielten dagegen. Das mussten sie auch.

Denn die Volleyballer aus Ankara, die am Wochenende nach einer Heimniederlage die Tabellenspitze hatten abgeben müssen, dominierten in der Anfangsphase eindeutig dank Aufschlag, Block und Angriff.

Bei 0:4 nahm Stefan Falter die erste Auszeit. Düren fand langsam ins Spiel. Auch wenn Ankaras Angreifer immer wieder die Lücke fanden, Düren verkürzte auf zwei Punkte, leistete sich aber noch zu viele Aufschlagfehler. Das änderte sich, als Karli Allik zum Aufschlag schritt. Düren glich auch mit einem Ass zum 16:16 aus. Ankara nahm eine Auszeit. Doch die Powervolleys blieben nun gleichwertig, verloren Satz 1 nur 25:27.

Ankara brauchte nur noch einen Satz zum Erreichen des Viertelfinales, geriet aber in Rückstand, weil Düren sich vom Verlust des ersten Satzes nicht beeindrucken ließ. 8:3 gingen die Hausherren in Front.

Doch Ankara nutzte eine Schwächephase zu sechs Punkten in Folge. Dürens Widerstand war gebrochen. 19:14 gingen die Gäste in Front, weil der Gastgeber sich über die Außenpositionen nicht durchsetzte, Ankaras Angreifer andererseits nicht zu stoppen waren. Ergebnis: 25:18. Mit dem zweiten Satzgewinn stand der vorzeitige Einzug des türkischen Clubs in das Viertelfinale fest.

Die Luft war raus bei Ankaras Spielern, den Gastgebern war die Lust an ihrer Sportart aber nicht vergangen: Sie gewannen den dritten Satz 25:19. Und auch im vierten Satz zeigten sie den größeren Siegeswillen: 25:23. Verlieren aber wollten Ankaras Spieler doch nicht. Den Tiebreak gewannen sie 15:9 und damit das Spiel 3:2.

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