3:0 in Bühl: Powervolleys holen sich Selbstvertrauen vor den Play-offs

Von: Guido Jansen
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Fehlerfrei: Tommi Rumpunen entschärfte in Bühl 29 gegnerische Aufschläge und wurde deshalb zum Spieler des Spiels gewählt. Foto: Jansen

Bühl/Düren. In der Volleyball-Bundesliga starten die SWD Powervolleys Düren am 19. März mit einem Erfolgserlebnis im Rücken in das Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft. Das hat sich Düren am Sonntag auswärts mit dem glatten 3:0 beim TV Ingersoll Bühl erarbeitet. 25:18, 25:20, 25:19 lauteten die Sätze im Schwarzwald.

„Ich bin eigentlich nie zufrieden“, kommentierte Trainer Tommi Tiilikainen die Leistung seines Teams im letzten Spiel der Normalrunde. „Aber ich bin recht einverstanden mit der Art, wie wir gespielt haben.“

Der Coach hatte sich erneut dafür entschieden, in Sachen Mannschaftsaufstellung unberechenbar zu bleiben. Statt der erwarteten Rückkehr zum eingespielten kanadischen Duo mit Jay Blankenau im Zuspiel und Rudy Verhoeff als Hauptangreifer setzte er nicht zum ersten Mal auf Jani Sippola und Marvin Prolingheuer. „Das entscheide ich von Gegner zu Gegner. Ich hatte das Gefühl, dass die beiden besser passen, um gegen Bühl zu spielen“, sagte der Trainer.

Tiilikainens Gefühl machte sich direkt im ersten Satz bezahlt. Nicht nur, weil Bühl diese Aufstellung offenbar nicht auf der Rechnung hatte, sondern auch, weil Prolingheuer zu Beginn und Sippola in der Satzmitte so gute Aufschläge über das Netz schickten, dass die Gastgeber entweder sofort Fehler produzierten oder mit ihren Versuchen im starken Dürener Block endeten. Über 10:8 zog Düren auf 18:12 davon. Auch in Satz zwei war Sippolas Aufschlag das Zünglein an der Waage. Bühl wackelte bei den Angaben des Finnen, Düren nutze das aus, legte vor auf 20:16.

Mit Sippola spielt Düren einen anderen Stiefel, die rasant schnellen Pässe, die Blankenau oft aus den Händen schießt, zeigt Sippola nicht. Sein Spielstil ist einfacher, aber deswegen nicht weniger effektiv. Das wurde in Bühl einmal mehr deutlich. Davon profitieren vor allem die Mittelblocker der Powervolleys, Michael Andrei und Tim Broshog. Statt sie zu überspielen, legt Sippola oft auf sie ab. Und die beiden Nationalspieler dankten es ihm mit mehr als 70 Prozent direkt verwandelter Angriffe.

Rumpunen macht keinen Fehler

Bühl reagierte, richtete seinen Block im zweiten Satz auf die Dürener Mitte aus – und scheiterte. Denn Sippola erkannte das schnell, schob das Spielgerät ab jetzt wieder vermehrt nach Außen, da, wo der Bühler Block nicht war. Der Sieg war auch deswegen ungefährdet, weil Tiilikainens Team deutlich besser aufschlug, weniger Fehler machte und mehr kämpfte als Bühl. Zum Spieler der Partie wurde Tomi Rumpunen gewählt. Die Zahlen sprechen für ihn: 29 Bühler Aufschläge hatten ihn zum Ziel, der Finne leistete sich keinen Fehler. „Man muss sagen, dass Bühl mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte. Wir freuen uns dagegen, dass wir jetzt endlich wieder alle Spieler an Bord haben“, sagte Tiilikainen. Für den lange verletzten Ossi Rumpunen reichte es wieder zu einem Kurzeinsatz.

Gegner im Viertelfinale ist die SVG Lüneburg, das Team, gegen das in der vergangenen Saison Endstation war. Wie schwer die Aufgabe wird, wurde auch am Sonntag deutlich: Lüneburg gewann deutlichen mit 3:0 in Rottenburg.

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