3:0 gegen Hamburg: Valachova macht den Unterschied

Von: Roman Sobierajski
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Überragendes Spiel: Aachens Libera Dominika Valachova. Rechts im Hintergrund Kapitänin Karolina Bednarova. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Allein dieser eine Punkt beim 3:0 (26:24, 25:18, 31:29)-Sieg der „Ladies in Black“ Aachen in der Volleyball-Bundesliga über VT Aurubis Hamburg war schon das Eintrittsgeld wert.

Aachens überragende Libera Dominika Valachova kratzte einen gegnerischen Angriffsball, den nicht viele überhaupt erreicht hätten, vom Parkett, der Ball touchierte die Netzkante und tropfte unerreichbar ins gegnerische Feld. Statt zwei Satzbälle der Hamburgerinnen im dritten Satz hinnehmen zu müssen, war der Ausgleich für die „Ladies“ zum 23:23 markiert. „Hat man eine gute Libera, kann man dadurch Spiele gewinnen, hat man Dominika in der Mannschaft, steigen die Chancen auf den Sieg deutlich“, lautete das wohl nicht überbietbare Lob von Aachens Trainer Marek Rojko für seine Abwehrchefin.

Doch nicht nur die Tatsache, dass die selbstlose Aktion der 28-jährigen Slowakin das heftig umkämpfte 31:29 und den glatten Drei-Satz-Sieg möglich gemacht hatte, sorgte nach Spielschluss für entspannte Mienen in den Aachener Reihen. „Wir haben eine verdammt harte Woche hinter uns“, erklärte Kapitänin Karolina Bednarova, die fast 50 Prozent ihrer Angriffe in Punkte verwandeln konnte, „zeitweise hatten wir nur sieben oder acht Spielerinnen beim Training.“ Mittelblockerin Ivona Svobodnikova ist nach ihrer hartnäckigen Schulterverletzung immer noch auf dem Weg zurück ins Team, Außenangreiferin Srna Markovic weiter durch Ellbogen-Schmerzen im Schlagarm gehandicapt, Diagonalangreiferin Romana Stankova ebenso erkrankt wie die etatmäßige erste Zuspielerin Marija Pucarevic.

So musste Aachens Coach eine Startsechs auf das Feld bringen, die es in dieser Konstellation noch nicht gegeben hatte. Vielleicht auch eine Erklärung, warum die Aachenerinnen nach einem eigentlich sicheren 21:15-Vorsprung im ersten Durchgang sogar einen Hamburger Satzball abwehren mussten. „Wir waren sehr nervös und haben uns zu viele einfache Fehler geleistet“, bestätigte auch Aachens Kapitänin diesen Eindruck.

„Ganz enges Rennen“

Im zweiten Durchgang ging dann der Aachener Matchplan, bei eigenen Aufschlägen die Hamburger Außenangreiferin Sara Shaw unter Dauerbeschuss zu nehmen, um der US-Amerikanerin eigene Angriffe zu erschweren, endgültig auf. Zumal Tatiana Crkonova, mit Blockaktionen und Schnellangriffen die effektivste Aachener Spielerin im Zentrum, für insgesamt 18 Punkte sorgte. Mit sieben Punkten Vorsprung ging der nie gefährdete zweite Satz ebenfalls an die „Ladies“. „Wir haben zwei sehr gute Sätze gespielt“, befand auch Trainer Rojko, „nur im Angriff hatten wir leichte Probleme.“

Die setzten sich dann auch in Satz drei fort, die „Ladies“ rannten lange einem Rückstand hinterher, konnten erst zum 22:22 ausgleichen, bevor die Hamburgerinnen vor 932 Zuschauern erneut vorlegten. Und dann, siehe oben, kam die spektakuläre Aktion von Valachova, die endgültig den Weg zum Sieg ebnete. Zwar wechselte ständig die Führung – die Hamburgerinnen vergaben zwei Satzbälle, die Aachenerinnen insgesamt vier Matchbälle –, doch dann sorgten Bednarova und Srna Markovic für die endgültige Entscheidung.

„Das wird ein ganz enges Rennen um die Play-offs“, prophezeite Aachens Kapitänin nach dem erneuten Sprung der „Ladies“ auf den direkten Qualifikationsplatz sechs, „am Ende werden einzelne Punkte, vielleicht sogar das Satzverhältnis entscheiden.“

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