Tübingen/Düren - 1:3 in Rottenburg: Powervolleys finden einfach nicht ins Spiel

1:3 in Rottenburg: Powervolleys finden einfach nicht ins Spiel

Von: Peter Leuchter
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Jan-Philipp Marks (hinten) und seine Mitspieler schaffen es nicht, in Rottenburg ihr Leistungsniveau auszuschöpfen. Foto: Guido Jansen

Tübingen/Düren. Leidenschaft schlägt Technik! Der Tabellenletzte der Volleyball-Bundesliga, der TV Rottenburg, hat den SWD Powervolleys Düren am Sonntag eine schmerzhafte 1:3-Niederlage (21:25, 23:25, 27:25, 20:25) beigebracht. Drei fest eingeplante Punkte im Kampf um den wichtigen vierten Tabellenplatz sind damit weg.

„Wir wussten, dass Rottenburg besser ist, als es der Tabellenplatz aussagt. Zudem hat der Gegner heute einfach einen perfekten Tag erwischt“, kommentierte Dürens Trainer Anton Brams den Auftritt der Gastgeber, die mit dem Sieg den letzten Platz verließen.

Wie immer, wenn die beiden Teams aufeinandertreffen, wurde die Rottenburger Halle zum Hexenkessel. An vorderster Front – ebenfalls wie immer – TV-Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger als Einpeitscher und als sein „agent provocateur“ auf dem Feld, Dirk Mehlberg, der keine Chance ausließ, auf den Schiedsrichter einzureden oder mit seinen Sperenzchen für Unruhe zu sorgen.

Brams wechselt viel

„Das haben wir vermerken lassen, da das Schiedsgericht nicht dagegen vorgegangen ist“, ärgerte sich Brams vor allem darüber, dass Mehlberg im vierten Satz dem über die Mittellinie gerutschten Matt West ungeahndet einen Tritt verpasste. Unterm Strich bleibt aber festzuhalten: Rottenburgs Sieg war verdient, denn Düren fand nie ins Spiel. Augenfälligstes Zeichen: Am Ende stand mit Matthias Pompe nur noch ein Spieler der „starting-six“ auf dem Feld.

Düren kam im ersten Satz nicht aus den Startlöchern. Die Aufschläge der Rottenburger stellten Abwehrchef Blair Bann und seine Annahme-Reihe vor große Probleme. Entsprechend durchschaubar war der Dürener Angriffsaufbau. Rottenburg führte ständig. Nur zum 13:13 glich Düren zwischenzeitlich aus. Bei 15:21 versuchte Trainer Anton Brams mit einem Doppelwechsel auf Zuspiel- und Diagonalposition die Wende herbeizuführen – das gelang aber nicht. Jan-Philipp Marks donnerte seinen Schmetterschlag zum Rottenburger Satzgewinn in den Dreierblock.

Stabilere Annahme

Im zweiten Satz stabilisierte sich Dürens Annahme. Außerdem brachte Brams Bas van Bemmelen für Jaromir Zachrich, und der zuletzt noch kranke Marvin Prolingheuer sowie Zuspieler Matt West blieben auf dem Feld. Düren schaffte es, sich zu befreien, führte 5:2 und 14:11. Der TV ließ sich aber nicht abschütteln. „Zick-Zack-Dreierpack“ röhrte der Hallensprecher schließlich durchs Mikrofon, als Rottenburg 22:19 führte und dann den zweiten Satzgewinn perfekt machte.

Auch den Neustart nach der Satzpause verpatzte Düren. Schon bei 0:4 sah sich Brams gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen. Inzwischen war mit Michael Parkinson für Rudy Verhoeff der vierte neue Spieler im Vergleich zur Startaufstellung auf dem Feld. Eine Aufschlagsserie van Bemmelens brachte eine 11:8-Führung, die die Powervolleys in diesem Durchgang auch ins Ziel brachten.

Im vierten Satz führte Düren 7:5, lag dann 7:10 zurück – und konnte den Rückstand nicht mehr wettmachen. Dennis Barthel hatte zwischenzeitlich als fünfter neuer Spieler Jan-Philipp Marks ersetzt. Aber nichts funktionierte an diesem „gebrauchten“ Sonntag.

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