0:3 gegen Vilsbiburg: Alemannias Volleyballerinnen ohne Chance

Von: Max Eckstein
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Ratlos und enttäuscht: Alemannias Coach Stefan Falter. Foto: Wolfgang Birkenstock
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Volleyball-Bundesligist Alemannia Aachen war beim 0:3 gegen Vilsbiburg ohne Chance. Foto: Wolfgang Birkenstock
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Im zweiten Durchgang bewies die Alemannia zeitweise, dass man eine gelehrige Schülerin ist. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Es hat einfach nicht sollen sein. Die Roten Raben aus Vilsbiburg waren Mittwochabend zu stark, als dass Alemannia Aachens Bundesliga-Volleyballerinnen den ersten ihrer sechs Schritte Richtung Klassenerhalt hätten tun können.

Die Mannschaft von Trainer Stefan Falter unterlag den Niederbayerinnen in nur 69 Minuten mit 0:3 (11:25, 16:25, 23:25). Die 437 Zuschauer – seit dem Aufstieg war der Besuch nie geringer – wussten am Ende der Partie noch nicht, dass es unerwartete Schützenhilfe gegeben hatte. Einer von Aachens Konkurrenten im „Tabellenkeller“, der VfB Suhl, unterlag beim bis dahin punktlosen „Schlusslicht“ VCO Berlin mit 2:3, so dass den „ladies in black“ möglicherweise schon fünf Siege reichen könnten.

Gerade mal zwanzig Punkte waren gespielt, als die Fans die Forderung „Auf geht’s, Aachen, kämpfen und siegen“ formulierten. Letztlich waren die „ladies in black“ aber noch nicht im ersten Satz angekommen, als dieser bereits beendet war. Vilsbiburg hatte durch die fast schon sprichwörtlichen „brachialen Angriffsschläge“ und teilweise grandiose Abwehraktionen eine regelrechte Lehrstunde für die Gastgeberinnen parat. Diese waren mit dem ersten Punkt der gesamten Partie in Führung gegangen, hatten aber danach kein solches „Erfolgserlebnis“ mehr. Über 3:8 und 5:12 hieß es 6:16, wovon sich Aachen nicht mehr erholte.

Gelehrige Schülerin

Im zweiten Durchgang bewies die Alemannia zeitweise, dass man eine gelehrige Schülerin ist. Sie stellte sich jetzt besser auf den Gegner ein und hatte auch diverse sehr gute Aktionen. Außer einem 2:1 gelang aber auch diesmal kein weiterer Vorsprung mehr. Vilsbiburg lag mit 8:4, 15:9 und 20:13 vorne. Die Mannschaft von Trainer Stefan Falter fand erneut kein Mittel, entscheidend heranzukommen oder gar die Wende einzuleiten. Mit dem zweiten Satzball machten die Roten Raben den Sack zu.

Denkpause ohne Langzeitwirkung

Nach der zehnminütigen „Denkpause“ sah es endlich etwas erfreulicher für die Alemanninnen aus. Sie gerieten zwar mit 2:5 ins Hintertreffen, bewiesen ihre Moral aber, als aus dem 6:8 ein 11:8 gemacht wurde. Und schon war die Kulisse wieder da und kündigte lautstark an: „Ohne Tiebreak geh’n wir nicht nach Haus‘“. Darauf legten die Gäste um Trainer Guillermo Carlos Gallardo aber offenbar überhaupt keinen Wert. Sie zogen die Zügel wieder an und waren beim 12:12 gleichauf.

In der Folge begegneten sich die Kontrahentinnen auf Augenhöhe, Der Deutsche Meister der Jahre 2008 und 2010 bemühte dann aber das Glück des Tüchtigen und holte sich auch diesen dritten Abschnitt. Die dabei gezeigte Leistung sollte den „ladies in black“ Auftrieb geben. Den wird man auch brauchen, wenn am kommenden Samstag in Hamburg der fest eingeplante Sieg gelingen soll. Die Hanseatinnen waren zum Saisonauftakt in Aachen mit 3:2 niedergerungen worden. Warum sollte so etwas jetzt nicht auch im hohen Norden gelingen . . .

Weihenmaier wieder fit

Wahrscheinlich kann dabei auch Laura Weihenmaier, die bis zu ihrem Bänderriss im Sprunggelenk eine überragende Saison gespielt hatte, wieder auflaufen.

Aachen: Biranowska (Libera), Bland, Lißon, Borowikow, Muijlwijk, Bednarova, Kovacic; eingewechselt: Wicks, Dégi, Rozier

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