Saisonauftakt der Alemannia: „Jungs ziehen super mit“

Von: Markus Bienwald
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Trikots, Fahnen, Autogrammkarten oder Wimpel: Die Spieler nutzten fast jede nur erdenkliche Alemannia-Devotionalie, um ihre Unterschrift und glückliche Fangesichter zu hinterlassen. Foto: Markus Bienwald
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Der Stadionsprecher bringt ein wenig Tivoli-Atmosphäre in den Sportpark Loherhof in Geilenkirchen: Trainer Fuat Kilic stellt sich den Fragen von Robert Moonen. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Fast alles war beim Saisonauftakt am Sonntag von Alemannia Aachen auf dem Gelände des Sportparks Loherhof in Schwarzgelb getüncht. Nur ein paar Kennzeichenhalter und Aufkleber auf den parkenden Autos verrieten, dass sich hier auch Fans anderer Teams tummelten.

Doch das fiel eigentlich gar nicht so auf, viel wichtiger war die Nähe zur Mannschaft. Und die gab es schon vor dem offiziellen Startschuss um 14 Uhr.

Trainer Fuat Kilic und seine 23 Spieler mischten sich locker unters Volk, ehe es in einem nur leicht abgesperrten Bereich zum Unterzeichnen von Autogrammkarten und anderen Fan-Utensilien wie Fahnen und Trikots ging.

Die Spieler verzichteten übrigens auf ein Mannschaftsfoto, wohl auch, weil es noch keinen Trikotsponsor gibt. „Macht ja nix, dafür ist dann mehr Platz für die Unterschriften der Spieler auf dem Stoff“, meinte Freddy Solty dazu, von dem die Idee kam, das Gelände des von ihm betreuten Sportparks für die Alemannia-Saisoneröffnung zu nutzen. „Als echter Alemannia-Jeck kam mir nix anderes in die Tüte“, sagte der Geschäftsführer des Sportparks.

Und da die Alemannia wegen des gleichzeitig stattfindenden CHIO am heiß geliebten Tivoli in diesem Jahr keine Eröffnung feiern konnte, wurde die Ausweichmöglichkeit gerne angenommen.

Für die neu aufgestellte Alemannia, die nach Querelen, Pleiten, Pech und Pannen auch in Sachen Image schwer gelitten hat, war das eine Win-Win-Situation.

Spende für die Mannschaft

„Schließlich arbeiten wir hier heute nicht in die eigene Tasche, vielmehr wird alles, was zu fanfreundlichen Preisen umgesetzt wird, am Ende der Alemannia als Spende für die Mannschaft zufließen“, sagte Solty zu.

Das freute auch Stadionsprecher und Urgestein Robert Moonen. Mit seinem typischen Bariton im Hintergrund durften sich die Alemannen dann doch ein wenig wie im Stadion fühlen. Und Moonen nutzte natürlich direkt die Gelegenheit, im Gespräch mit Trainer Fuat Kilic ein paar Fragen über die in zwei Wochen startende, neue Saison in der vierten Liga zu stellen.

„Die Jungs ziehen super mit“, sagte Kilic über den Fitnesszustand der im Schnitt nicht einmal 23 Jahre alten Mannschaft. Er betonte, dass es ihm wichtig war, die passenden Spieler und gute Charaktere zu verpflichten. Auf das Hickhack im Hintergrund angesprochen, gab der Cheftrainer zu, dass es wichtig war, die Berater und die Spieler gleichermaßen von der Alemannia als seriösem und gutem Arbeitgeber zu überzeugen.

Das Team im Hintergrund bekam vom Trainer die besten Noten. „Wir haben auch Leidenschaft hinter den Kulissen“, so Kilic, „hier arbeiten Leute, die uns die volle Unterstützung geben“.

Der Applaus der gut tausend Gäste für solche Worte ließ nicht lange auf sich warten. Und einen Gag hatte das Duo Moonen-Kilic dabei auch noch in petto. Bei der Vorstellung des neuen Co-Trainers Simon Pech sei laut Kilic einzig der Nachname etwas gewesen, worüber er habe nachdenken müssen. „Da hat der Pech aber Glück gehabt, dass Du ihn genommen hast“, meinte Robert Moonen augenzwinkernd dazu.

Kein Eröffnungsspiel

Während die Spieler sich abseits der vielen Autogramme und Fotos sicherlich auch mental schon auf die nächsten zwei Wochen bis zum Saisonstart vorbereiteten, ging der Spaß für die Gäste bei freiem Eintritt weiter. Ein Eröffnungsspiel gab es zwar nicht, doch Torwand- und Torschießen für Jedermann war angesagt, Kinderbelustigung und die volle Verpflegung gab es obendrauf.

Und während der Tivoli den Fans im Wortsinn als gestickter Schriftzug im Nacken saß, genossen sie ihre Stadionwurst auch ohne die anheimelnde Atmosphäre des Schwarzgelben Hexenkessels in Aachen. Der Tivoli fehlte ihnen aber schon.

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