Voltigierer aus Neuss wollen Erfolgsgeschichte fortsetzen

Von: Christoph Classen
Letzte Aktualisierung:
10586527.jpg
„Aufbruch in eine neue Galaxie“: Neuss-Grimlinghausen kommt als Titelverteidiger nach Aachen. Foto: sport/Rau

Neuss/Aachen. Eigentlich, und so war das ursprünglich geplant, sollte die neue Kür ein Geheimnis bleiben. Aber Jessica Lichtenberg hat trotzdem mal zur Generalprobe eingeladen, über Facebook. Wer will, kann kommen. Nun gibt es fraglos wirksamere Methoden ein Geheimnis zu wahren, aber Lichtenberg, Trainerin der Voltigierer des RSV Neuss-Grimlinghausen, hatte nicht damit gerechnet, dass sie es gleich mit so vielen Menschen teilen würde.

Die Halle war voll, als sie mit der Generalprobe begannen, rund 400 Zuschauer und ein eindeutiges Zeichen. „Das Interesse wird immer größer“, sagt Lichtenberg. Natürlich hat sie sich gefreut über die Resonanz, Geheimnis hin oder her.

Spätestens am Sonntag, 23. August, darf jeder die neue Kür des RSV Neuss-Grimlinghausen sehen. Dann nämlich tragen die Voltigierer ihr Finale in der Gruppen-Kür aus. Im Deutsche-Bank-Stadion. Ab 13.10 Uhr. Lichtenberg will zwar nicht zu viel verraten, aber sie kündigt dann doch an, dass ihre Sportler derzeit am Feinschliff von etwas feilen, was es vorher im Voltigieren noch nicht gegeben hat. „Wir machen eine Fortsetzungsgeschichte“, sagt sie. „Aufbruch in eine neue Galaxie“ hieß die letzte Kür, diesmal geht es dann zurück zur Erde. Die Kostüme der Reiter sind die gleichen geblieben, wer die letzte Kür gesehen hat, soll sie wiedererkennen können. Verändert haben sie sich schon. Lichtenberg sagt: „Sie sehen jetzt aus, als wären sie längere Zeit woanders gewesen.“

Inspiriert wurde die neue Kür vom Film „Interstellar“, den abgefahren zu nennen, eine starke Untertreibung wäre. Lichtenberg verfolgt einen durchaus künstlerischen Anspruch bei ihrer Arbeit, sie möchte Bilder und Klänge liefern, die dem Publikum Raum für Interpretationen geben. Das, was sie mit ihrer Mannschaft zeigen will, nennt Lichtenberg „Sport für den durchdachten Betrachter“.

Klar, am Ende geht es um den Sport. Und da zählt vor allem das Ergebnis. Bislang gibt es nichts, was der Trainerin Sorgen bereitet. Sie macht den Job bereits eine Weile, kann das ganz gut einschätzen und sagt: „Manchmal hat man in der Vorbereitung ein bisschen Pech, manchmal läuft es durchwachsen, aber diesmal läuft alles glatt.“ Daraus muss niemand hohe Erwartungen ableiten. Die sind ohnehin riesig. Neuss-Grimlinghausen kommt als Welt- und Europameister. Auch hier hätte niemand etwas gegen eine Fortsetzungsgeschichte. Ein Geheimtipp ist Neuss-Grimlinghausen jedenfalls nicht.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert